Gelsenkirchen: Gedenkstätte mit Skulptur ergänzt

Neue Skulptur auf Horster Südfriedhof erinnert an weibliche KZ-Häftlinge

Am 11. September 1944 starben durch einen Bombenangriff auf die Gelsenberg Benzin AG mehr als 140 jüdische KZ-Häftlinge. Die Frauen und Mädchen waren im Sommer 1944 in Auschwitz zur Ableistung von Zwangsarbeit bei der Gelsenberg Benzin AG selektiert und nach Gelsenkirchen verschleppt worden. Mit einer kleinen Gedenkfeier auf dem Horster Südfriedhof wurden am Sonntag (16.9.) vor dem bereits vorhandenen Mahnmal eine neue Skulptur und Tafeln mit dem historischen Kontext sowie den bisher bekannten Namen der Frauen, die bei dem Bombenangriff auf die Gelsenberg Benzin AG am 11.September 1944 ums Leben kamen – nicht zuletzt weil ihnen als Jüdinnen der Zutritt zu Bunkern und Schutzräumen verboten war – der Öffentlichkeit übergeben. Steinmetzschüler des Hans-Schwier-Berufskollegs haben die neue Skulptur aus Bamberger Sandstein geschaffen. Die grobbehauene Skulptur soll eine Frau erkennbar werden lassen, die mit einem Trümmerstück in den Händen auf einem Steinsockel kniet, ohne individuelle Gesichtszüge zu zeigen – als Symbol für alle jüdischen Zwangsarbeiterinnen. Im Boden wird die Skulptur von einem Davidstern aus Naturstein eingefasst.

Augestellt auf dem Rasenstreifen vor dem bereits vorhandenen Gedenkstein erinnert die neue Skulptur an NS-Unrecht

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