- … über den Tellerrand (189)
- Arbeitskreis Stolpersteine Gelsenkirchen (81)
- Ausstellung Zeitgeist (10)
- Gelsenkirchen Allgemein (143)
- Kultur Gelsenkirchen (76)
- Stadtgeschichte Gelsenkirchen (87)
- Veranstaltungskalender Ruhr (71)
- Videos (7)
- 18.5.2012: Grundgesetz: Memet Kilic kupfert ab
- 13.5.2012: Umbenennung: Alte Straßenschilder noch nicht entfernt
- 7.5.2012: 8. Mai 2012 - Jahrestag der Befreiung vom deutschen Faschismus
- 4.5.2012: Bundesweite Verteilaktion: Grundgesetz für alle
- 30.4.2012: Wahlkampf der extrem rechten "Pro NRW" gerät zur Lachnummer
- 29.4.2012: Proteste gegen die rechtsextreme Partei "Pro NRW" in Gelsenkirchen
- 26.4.2012: Wusste Jörg Uckermann (Pro NRW) bereits 2010 von den Morden des NSU?
- 20.4.2012: Wahlaufruf zur Landtagswahl am 13. Mai 2012
- 20.4.2012: Protestkundgebung: Wir stellen uns Quer
- 16.4.2012: Internationales Kinderfest in Gelsenkirchen
- Mai 2012
- April 2012
- März 2012
- Februar 2012
- Januar 2012
- Dezember 2011
- November 2011
- Oktober 2011
- September 2011
- August 2011
- Juli 2011
- Juni 2011
- Mai 2011
- April 2011
- März 2011
- Februar 2011
- Januar 2011
- Dezember 2010
- November 2010
- Oktober 2010
- September 2010
- August 2010
- Juli 2010
- Juni 2010
- Mai 2010
- April 2010
- März 2010
- Februar 2010
- Januar 2010
- Dezember 2009
- November 2009
- Oktober 2009
- September 2009
- August 2009
- Juli 2009
- Juni 2009
- Mai 2009
- April 2009
- März 2009
- Februar 2009
- Januar 2009
- Dezember 2008
- November 2008
- Oktober 2008
- September 2008
- August 2008
- Juli 2008
- Juni 2008
- Mai 2008
- April 2008
- März 2008
- Februar 2008
- Januar 2008
- Dezember 2007
- November 2007
- Oktober 2007
- August 2007
- Juli 2007
- Juni 2007
- Mai 2007
- Februar 2007
- Januar 2007
- 0
Verfasser-Archiv
Eugene Black in Gelsenkirchen
13.9.2009 von GELSENZENTRUM.
Vor 65 Jahren:
Ungarische Jüdinnen starben im Bombenhagel
Gelsenkirchen. Fast 64 Jahre glaubte der britische Überlebende der Shoa, Eugene Black, das seine Schwestern in den Gaskammern in Auschwitz-Birkenau ermordet worden sind. Bei einem Besuch Blacks beim Internationalen Suchdienst (ITS) in Bad Arolsen, förderte die Aktensuche 2008 eine andere, nicht minder schreckliche Wahrheit zutage: Jolan und Paula waren zusammen mit 2000 anderen Frauen und Mädchen zur Sklavenarbeit nach Gelsenkirchen verschleppt worden. “Es ist unglaublich” sagte Eugene Black am Samstag, “Ich habe die Dinge erneut überdenken müssen. Aber wenigstens starben sie gemeinsam und wurden nicht vergast. Es muss ein schrecklicher Tod in diesen Räumen gewesen sein!”.
Es geschah fast auf den Tag genau vor 65 Jahren. Alliierte Bomber laden ihre tödliche Last am 11. September 1944 über dem Hydrierwerk in Gelsenkirchen-Horst ab. Von den im dortigen Gelsenberglager, einem Außenkommando des KZ Buchenwald, untergebrachten 2000 ungarischen Jüdinnen sterben mehr als 150. Die Mädchen und Frauen waren aus dem KZ Auschwitz-Birkenau zur Sklavenarbeit auf Gelsenberg nach Gelsenkirchen deportiert worden. Die zwei Schwestern von Eugene Black, Jolan und Paula Schwartz, starben damals im Bombenhagel in Gelsenkirchen. Eugene Black hat zwei Stolpersteine gespendet, die hier in Gelsenkirchen an den Tod seiner Schwestern Jolan und Paula erinnern sollen.
Dokumentation auf der Internetpräsenz von → GELSENZENTRUM
Geschrieben in Stadtgeschichte Gelsenkirchen | Drucken | Keine Kommentare »
Stolpersteine Gelsenkirchen
1.9.2009 von GELSENZENTRUM.
Der Film
Diese ergreifende Dokumentation der ersten Stolperstein-Verlegung in Gelsenkirchen am 13. Juli 2009 hat pito auf eine ganz besonders einfühlsame Art und Weise videografisch in Szene gesetzt. Die Stolpersteine sind ein weiterer Meilenstein in der Gelsenkirchener Erinnerungskultur. An diesem denkwürdigen Tag, dem 13. Juli 2009, haben wir, die Initiatoren, Förderer und Paten, gemeinsam Stadtgeschichte geschrieben.
Stolpersteine für Gelsenkirchen
Geschrieben in Arbeitskreis Stolpersteine Gelsenkirchen | Drucken | Keine Kommentare »
Schweigeminute für die polnischen NS-Opfer
31.8.2009 von GELSENZENTRUM.
Überfall Hitlerdeutschlands auf Polen
Anlässlich des 70. Jahrestages des Überfalls Hitlerdeutschlands auf Polen am 1. September 1939 ruft GELSENZENTRUM e.V. zu einer Schweigeminute für die polnischen Opfer der NS-Diktatur auf. Wir wollen am 1. September 2009 um 12:00 Uhr innehalten und den Toten gedenken. Diese Geste soll auch ein Zeichen für die Polnisch-Deutsche Aussöhnung, besonders unter Hinblick auf die Städtepartnerschaft Gelsenkirchens mit Olsztyń, sein.
Städtepartnerschaft Gelsenkirchen - Olsztyń (Allenstein)
Mit der Stadt Olsztyń ist die Stadt Gelsenkirchen bereits seit Jahrzehnten befreundet. Im Jahre 1952 ist zunächst eine Patenschaft über Olsztyń entstanden, mit der das Zusammengehörigkeitsgefühl der vielen in Gelsenkirchen lebenden Vertriebenen mit ihrer Heimatstadt gepflegt wurde. Diese Patenschaft wurde, auch vor dem Hintergrund des Deutsch-Polnischen Vertrages vom 18. Juni 1991 über gute Nachbarschaft und freundschaftliche Zusammenarbeit, im Jahre 1992 in eine Städtepartnerschaft umgewandelt.
Geschrieben in Gelsenkirchen Allgemein | Drucken | Keine Kommentare »
NS-Urteile wegen Kriegsverrat sollen aufgehoben werden
27.8.2009 von GELSENZENTRUM.
Rechtsausschuss - 26.08.2009
Berlin: (hib/AW/STO) Die Urteile wegen Kriegsverrats während der Herrschaft der Nationalsozialisten sollen aufgehoben werden. Der Rechtsauschuss empfahl am Mittwochnachmittag einstimmig, den entsprechenden Gesetzentwurf der Fraktionen von CDU/CSU, SPD, FDP und Bündnis 90/Die Grünen (16/13654) anzunehmen. Der Entwurf sieht vor, dass die Strafvorschrift des Militärstrafgesetzbuches wegen Kriegsverrats ebenfalls in das Gesetz zur Aufhebung nationalsozialistischer Unrechtsurteile aufgenommen werden soll.
Zwei ältere, aber in den wesentlichen Punkten übereinstimmende Gesetzentwürfe einer überfraktionellen Gruppe von Parlamentariern aus den Reihen von SPD, Grünen und Linke (16/13405) und der Fraktion Die Linke (16/3139) wurden vom Ausschuss nicht mehr abgestimmt, sondern zurück an das Plenum überwiesen. Dort sollen sie nach Annahme des neuen Gesetzentwurfes für erledigt erklärt werden.
Die Fraktionen führen zur Begründung an, dass der Straftatbestand des Kriegsverrats unter der NS-Herrschaft erweitert und das Strafmaß generell erhöht worden sei. Seit April 1934 sei für Kriegsverrat statt Zuchthaus als alleinige Strafandrohung die Todesstrafe eingeführt worden. Mit der sogenannten Verratsnovelle seien die Vorschriften zum Hoch- und Landesverrat grundlegend neu gefasst worden. Diese Verratsnovelle sei Ausdruck des völkischen Strafrechtsdenkens der Nationalsozialisten gewesen, deren Ausgangspunkt eine auf rassische Artgleichheit begründete Volksgemeinschaft gewesen sei, aus der sich der Verräter durch Treubruch ausschließe. Ein so verstandenes Gesetzesrecht sei mit dem rechtstaatlich gebotenen Grundsatz der Bestimmtheit von Strafgesetzen unvereinbar.
Die fehlende rechtsstaatliche Bestimmtheit der Strafvorschriften des Kriegsverrats wird nach Meinung aller Fraktionen auch durch neuere Untersuchungen zur Urteilspraxis belegt. Sie zeigten, dass Soldaten – und auch Zivilisten – für ganz unterschiedliche Handlungen wegen Kriegsverrats zum Tode verurteilt wurden: für politischen Widerstand, für die Hilfe für verfolgte Juden oder für Unbotmäßigkeiten gegen Vorgesetzte. Der unbestimmte Tatbestand des Kriegsverrats habe sich als Instrument der NS-Justiz erwiesen, um nahezu jedwedes politisch missliebiges Verhalten als ”Verrat“ zu brandmarken und mit dem Tode bestrafen zu können.
Quelle: Aktuelle Meldungen des deutschen Bundestages
Geschrieben in ... über den Tellerrand | Drucken | Keine Kommentare »
NS-Regime erschoss Michael Kitzelmann
26.8.2009 von GELSENZENTRUM.
Sondersitzung des deutschen Bundestages
Nach jahrelangen Auseinandersetzungen plant der Deutsche Bundestag für morgen, Mittwoch, in einer Sondersitzung die Aufhebung ehemaliger NS-Urteile gegen “Kriegsverräter”. Einer von ihnen war Michael Kitzelmann, der 1937 in Lindaus Kaserne die Grundausbildung absolvierte.
Geboren wurde Michael Kitzelmann am 29. Januar 1916 als Bauernsohn im Weiler Horben bei Gestratz im Landkreis Lindau. Streng katholisch zu Gehorsam gegenüber den Eltern und in Ehrfurcht vor dem christlichen Gott erzogen, erreichten sein Lehrer und der Pfarrer, dass Michael Kitzelmann von 1928 bis 1936 das humanistische Gymnasium in Dillingen besuchen und dort im katholischen Knabenseminar wohnen durfte. 1936 absolvierte er für sechs Monate den Reichsarbeitsdienst bei Pfronten-Ried und begann im September an der kirchlichen Akademie in Augsburg mit dem Studium der für den Priesterberuf notwendigen philosophischen Semester.
Im Jahr 1937 wurde seine Bewerbung an die Lehrerhochschule in München-Pasing abgelehnt, weil er sich weigerte, in eine der vorgeschriebenen NS-Organisationen einzutreten. Im Sommer des Jahres rückte er als Freiwilliger zum 91. Infanterie-Regiment in die Lindauer Luitpold-Kaserne ein. (…)
Artikel weiterlesen: Schwäbische Zeitung Online
Geschrieben in ... über den Tellerrand | Drucken | Keine Kommentare »
Erinnerungsort Gesamtschule Gelsenkirchen-Horst
21.8.2009 von GELSENZENTRUM.
Antrag auf Umbennenung der Gesamtschule Gelsenkirchen-Horst
Gelsenkirchen. Der Verein GELSENZENTRUM e.V. in Gelsenkirchen hat heute die Umbennung der Gesamtschule Horst in Herman-Neudorf-Gesamtschule beantragt
Herman D. Neudorf, Überlebender der Shoa aus Gelsenkirchen-Horst lebt heute in den USA. Neudorf wurde als Dreizehnjähriger vor den Augen der Mitschüler von der Gestapo aus dem Unterricht heraus verhaftet. Herman Neudorf: “Am 28 Oktober l938 kam ein Polizist in meine Schule, das Realgymnasium Horst - und brachte mich in das Gefängnis in Horst. Ich war gerade 13 Jahre alt. Von diesem Tag an war meine Jugend zu Ende!! Von dort schleppte man mich nach Polen und dann Riga, in das KZ Stutthof und nach Buchenwald wo ich dann 1945 befreit wurde. Vergeben muss man - aber vergessen ist unmöglich.”
OFFENER BRIEF
An den Oberbürgermeister der Stadt Gelsenkirchen
Sehr geehrter Herr Baranowski,
zur Ehrung des in Gelsenkirchen geborenen Herman Neudorf, Überlebender der Shoa, beantrage ich die Umbenennung der Gesamtschule Horst in “Herman-Neudorf-Gesamtschule”. Ich bitte Sie, den Antrag zu prüfen und ggf. weiterzuleiten.
Herman Neudorf lebt heute in den USA, er wurde als Dreizehnjähriger vor den Augen der Mitschüler von der Gestapo aus dem Unterricht heraus verhaftet. Herman Neudorf: “Am 28 Oktober l938 kam ein Polizist in meine Schule, das Realgymnasium Horst - und brachte mich in das Gefängnis in Horst. Ich war gerade 13 Jahre alt. Von diesem Tag an war meine Jugend zu Ende!! Von dort schleppte man mich nach Polen und dann Riga, in das K.Z. Stutthof und nach Buchenwald wo ich dann 1945 befreit wurde. Vergeben muss man - aber vergessen ist unmöglich.”
Mit freundlichen Grüßen, Andreas Jordan
Mehr dazu: Erinnerungsort Gesamtschule Horst
Geschrieben in Kultur Gelsenkirchen | Drucken | Keine Kommentare »
1. September 1939 - 70 Jahre danach
21.8.2009 von GELSENZENTRUM.
Am 1. September 2009 jährt sich zum 70. Mal der Überfall Hitlerdeutschlands auf Polen und damit der Beginn des zweiten Weltkriegs
Zitat: Der Vernichtungskrieg
Mit dem Überfall der Deutschen Wehrmacht auf Polen am 1. September vor 70 Jahren eskalierten auch die Verbrechen des nationalsozialistischen Regimes. In diesem Herbst dürfte nahezu weltweit an den Beginn des Zweiten Weltkrieges vor 70 Jahren erinnert werden – am 1. September 1939. Den medialen Anfang machte am 12. August der TV-Sender „Arte“ mit dem vorzüglichen Dokumentarfilm „Sommer ‘39“. Er stellte Polen, Deutsche, Franzosen und Engländer und deren Erinnerungen an den Spätsommer jenes Jahres nebeneinander – eine lohnende und weitgehend neue Art des Rückblicks auf jene Zeit.
In Polen fürchteten viele den bevorstehenden deutschen Angriff. Schließlich hatte es bereits kurz zuvor etliche Zwischenfälle an der Grenze gegeben. Der Beauftragte der polnischen Regierung, Wladyslaw Bartoszewski, erinnerte jüngst in einem langen Gespräch mit der Zeitschrift für deutsch-polnische Verständigung „Polen und wir“ an hierzulande kaum bekannte polnische Opfer. „…nur wenige Deutsche wissen, dass bereits im September und Oktober deutsches Militär und deutsche Polizei über zehntausend polnische Katholiken, darunter viele Ordensleute, Priester und Bischöfe ermordet haben, z. T. in Dachau, z. T. in Buchenwald und in Ravensbrück. Und nur wenige wissen, dass bereits in diesen ersten Kriegsmonaten 120 Bewohner von Gdynia und Umgebung binnen 15 Minuten aus ihren Arbeitsstätten und Häusern verjagt wurden und nur ein Stück Gepäck mitnehmen konnten…“
Mehr: Forum Gelsenkirchener Geschichten
Quellen-URL: Verweise: http://www.bnr.de/ausgaben/ausgabe-172009
Geschrieben in ... über den Tellerrand | Drucken | Keine Kommentare »
Wo bleibt die öffentliche Empörung?
14.8.2009 von GELSENZENTRUM.
Polizeischutz für Thüringer CDU-Politiker
Der Aufmarsch der Rechtsextremen in der Nähe seines Hauses sei für ihn “im ersten Moment ein Schock gewesen”, sagte der gebürtige Angolaner, der als Integrationsbeauftrager der CDU Thüringen tätig ist. Schall wird von der NPD als “CDU-Quotenneger” bezeichnet und zur “Heimreise” aufgefordert, die NPD kündigte an,”mit Schall das direkte Gespräch” zu suchen, um ihn zu “animieren” in seiner Heimat Angola ein neues Leben zu beginnen. NPD-Chef Udo Voigt bedrohte Zeca Schall öffentlich auf dem Marktplatz von Hildburghausen. Inzwischen wurde der Politiker unter Polizeischutz gestellt.
Zeca Schall (45) will sich von den massiven Drohungen der NPD nicht einschüchtern lassen. “Ich werde weiter politisch aktiv bleiben”, sagte Schall. Die Polizeidirektion Suhl erklärte: “Wir nehmen die Drohungen gegen Herrn Schall sehr ernst”
Machen Sie mit, zeigen Sie Solidarität mit Zeca Schall: CDU Thüringen
Mehr dazu auf Zeit online: Der Fall Zeca Schall: Alltäglicher Rassismus
Geschrieben in ... über den Tellerrand | Drucken | Keine Kommentare »
Internationaler Gedenktag der Sinti und Roma in Auschwitz
2.8.2009 von GELSENZENTRUM.
2. August 2009
P R E S S E E R K L Ä R U N G
Internationaler Gedenktag der Sinti und Roma in Auschwitz
65. Jahrestag der Mordaktion der SS am 2. August 1944
Wirksame Maßnahmen gegen rassistische Gewalt und Hetze gefordert
Eine Delegation von 120 Personen aus Deutschland – unter ihnen mehr als 50 KZ-Überlebende – nimmt am 2. August unter Leitung des Vorsitzenden des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma, Romani Rose, an dem Internationalen Auschwitz-Gedenktag der Sinti und Roma teil. Aufgrund Himmlers “Auschwitz-Erlass” vom 16. Dezember 1942 deportierte die SS 23.000 Sinti und Roma familienweise aus elf Ländern Europas in das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau.
Am 2. August 1944, vor 65 Jahren, ermordete die SS dort in den Gaskammern die letzten 2.900 Sinti und Roma - Kinder, ihre Mütter und Alte. Zuvor von SS-Ärzten noch als “arbeitsfähig” selektierte 3.000 Sinti und Roma kamen als Sklavenarbeiter in andere Konzentrationslager wie Buchenwald und Ravensbrück. Im besetzten Europa wurden 500.000 Roma und Sinti Opfer des Holocaust.
In der Gedenkansprache „appelliert“ Romani Rose „an diesem historischen Ort an die politisch Verantwortlichen, rassistische Gewalt gegen Roma und Sinti endlich ebenso konsequent zu ächten wie den Antisemitismus“. Der Zentralratsvorsitzende forderte außerdem wirksame Maßnahmen gegen die menschenverachtende Propaganda durch Neonazis im Internet. Gemeinsam müssten auf der internationalen Ebene durch Internet-Industrie und staatliche Stellen Schritte vereinbart werden, mit denen Aufrufe zur Gewalt gegen die Minderheit aus dem Netz beseitigt werden können. Rose kritisierte auch Politiker bürgerlicher Parteien, die in populistischer Manier mit rassistischen Klischees und Zerrbildern über Sinti und Roma in vielen Ländern Europas auf Stimmenfang gingen.
Die Sprecherin der Auschwitz-Überlebenden, Luise Bäcker, äußerte Dank und Respekt für die alliierten Soldaten, die sie „aus dieser Hölle befreit“ haben. Zu der um 12.00 Uhr beginnenden Veranstaltung erwarten der Zentralrat und der Verband der polnischen Roma mehrere hundert Sinti und Roma aus vielen Ländern Europas. Die Reise der deutschen Delegation zu dem Internationalen Gedenktag in Auschwitz wurde von Kulturstaatsminister Bernd Neumann, dem Auswärtigen Amt, von dem Fonds “Erinnerung und Zukunft” und dem „Bündnis für Demokratie und Toleranz“ gefördert.
Geschrieben in ... über den Tellerrand | Drucken | Keine Kommentare »
Erinnerungskultur in der Metropole Ruhr
26.7.2009 von GELSENZENTRUM.
Die Nachbarn - Erinnerungskultur in der Metropole Ruhr
Wie ist es um die Erinnerungskultur in den Revierstädten bestellt? Wie gehen die Kommunen, die Bürger und Bürgerinnen zwischen Ruhr und Emscher mit dem dunkelsten Kapitel der deutschen Geschichte um? Wie wird der Shoa, dem Projamos, dem Holocaust, den Opfern des Nationalsozialismus in den Städten gedacht und erinnert? Wo sind sie geblieben, die Nachbarn von einst? Diesen Fragen wird in der Betrachtung der gelebten Erinnerungskultur anhand exemplarisch ausgewählter Städte in der Metrople Ruhr im Rahmen des Online-Projekts von GELSENZENZENTRUM e.V. “Die Nachbarn” nachgegangen.
Mehr: Die Nachbarn
Geschrieben in ... über den Tellerrand | Drucken | Keine Kommentare »



