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Archiv der Kategorie Kultur Gelsenkirchen
Gedenken in Gelsenkirchen
17.12.2010 von Gelsenzentrum.
Erinnerung an die Opfer des nationalsozialistischen Völkermordes an den Sinti und Roma
Obwohl starker Schneefall und Eisglätte gestern den Verkehr in Nordrhein-Westfalen lahmlegte und viele TeilnehmerInnen nicht anreisen konnten, fand die Gedenkveranstaltung in Gelsenkirchen wie geplant statt. Unweit des ehemaligen Zwangslagerplatzes für die als “Zigeuner” verfolgten Menschen an der damaligen Reginenstraße wurde gestern Abend ein Kranz niedergelegt, um so einen temporären Erinnerungsort zu schaffen. Gemeinsam gedachten wir der Sinti und Roma, für die Auschwitz bereits in Gelsenkirchen begann.
Der 16. Dezember ist für Sinti und Roma weltweit ein Tag des Gedenkens
Am 16. Dezember 1942 ordnete Heinrich Himmler mit dem so genannten “Auschwitz-Erlass” die Deportation aller noch in Deutschland und in den besetzten Gebieten lebenden Sinti und Roma in das Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau an. Zehntausende der nach Auschwitz verschleppten Menschen starben dort in den folgenden Monaten in den Gaskammern, an Hunger, Krankheiten, Misshandlungen und medizischen Experimenten.
In Gelsenkirchen wird bisher im öffentlichen Raum nicht an die Verfolgung und Ermordung der Sinti und Roma erinnert. Es ist wünschenswert, dass endlich ein öffentlich zugänglicher Gedenkort im Stadtgebiet Gelsenkirchens gefunden wird, an dem in geeigneter und würdiger Form des rassistischen Völkermords an Sinti und Roma erinnert wird.
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Ein frohes Chanuka-Fest!
30.11.2010 von Gelsenzentrum.
It’s that time of year again so light those candles, fry those latkes, and get your dreidel on - Chanukah Sameach!
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Reichsbahn-Deportierte sollen mit Almosen abgespeist werden
15.11.2010 von Gelsenzentrum.
Protestaktion in Gelsenkirchen
In Gelsenkirchen - hier machte die fahrende Ausstellung “Zug der Erinnerung” 2008 Station - wollen wir unseren Protest gegen die Haltung der Deutschen Bahn (DB AG) gegenüber den überlebenden Deportationsopfern Anfang Dezember 2010 mit einer Aktion zusammen mit dem Jüdischen Kulturverein KINOR und dem “Forum für die Zukunft des Judentums in Deutschland” zum Ausdruck bringen. Wir erinnern dabei an die Opfer der “Reichsbahn”-Deportationen und unterstützen damit die Forderungen der Bürgerinitiative “Zug der Erinnerung”.
Den Überlebenden der “Reichsbahn”-Deportationen muss Gerechtigkeit widerfahren! Die Überlebenden dürfen nicht mit Almosen abgespeist werden!
Samstag, 4. Dezember 2010
Beginn 12:30 Uhr
Gelsenkirchen Hauptbahnhof (Bahnhofsvorplatz)
→ Veranstalter Gelsenzentrum e.V.
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Festakt im Rathaus Essen
3.11.2010 von Gelsenzentrum.
Preisträger aus Gelsenkirchen
Die ersten sieben Projekte aus Nordrhein-Westfalen als Preisträger im bundesweiten Wettbewerb “Aktiv für Demokratie und Toleranz” 2009 wurden heute im Essener Rathaus in einem Festakt geehrt. Darunter ist auch ein Preisträger aus Gelsenkirchen. Geehrt wurde Andreas Jordan für das Gedenkprojekt “Gelsenzentrum”, das sich durch lokale Aktivitäten zur Aufarbeitung des Nationalsozialismus und zur Bekämpfung von Rechtsextremismus auszeichnet.
Gemeinsam mit dem Bundestagsabgeordneten Stefan Schwartze und Leo Monz vom DGB Bildungswerk e.V., der Mitglied des Beirates des BfDT ist, und dem Ersten Bürgermeister der Stadt Essen, Rudolf Jelinek hat Markus Priesterath, stellvertretender Geschäftsführer des BfDT, die Preisträger in einer öffentlichen Preisverleihung im Rathaus der Stadt Essen ausgezeichnet und gewürdigt.

Die Preisträger aus Nordrhein-Westfalen beim Festakt im Essener Rathaus.
Foto: Gelsenzentrum e.V.
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Dieter Ebels: Helene - Eine Kriegskindheit
13.10.2010 von Gelsenzentrum.
Autorenlesung: Dieter Ebels liest im AWO-Seniorenzentrum Gelsenkirchen-Schalke
Der Duisburger Autor Dieter Ebels liest am Donnerstag, den 4. November 2010 in Gelsenkirchen-Schalke aus seinem Buch “Helene - Eine Kriegskindheit”. Die Lesung findet im Veranstaltungssaal des AWO-Seniorenzentrums Gelsenkirchen-Schalke an der Grenzstraße 49-51 statt, Beginn 15:30 Uhr. Alle interessierten Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen.
Helene - eine Kriegskindheit
Die Geschichte schildert die Kriegsjahre aus Sicht des Mädchens Helene. Not und Elend sind allgegenwärtig. In den letzten Jahren des zweiten Weltkrieges zermürben ständige Bombenangriffe die Bevölkerung der großen Industriestädte. Dem Leser offenbahrt sich auch hautnah, was das Mädchen Helene gefühlt hat, als es zitternd im Schutzraum saß, während draußen die Bomben alles in Schutt und Asche legten. Im Anschluss an die Lesung besteht die Möglichkeit, mit dem Autor Dieter Ebels und den anderen Teilnehmerinnen und Teilnehmern ins Gespräch zu kommen. Veranstalter ist der gemeinnützige Verein Gelsenzentrum e.V., der Eintritt ist kostenlos.
Bei Recherchen zu diesem Buch hatte der 1955 in Duisburg geborene Dieter Ebels auch Zeitzeugen befragt. Dabei war er auf eine alte Dame gestoßen, die ihm von ihrer Kindheit im Krieg erzählte. Diese Erzählung war Dieter Ebels dermaßen unter die Haut gegangen, dass er sich dazu entschloss, sie niederzuschreiben. Zitat des Autors: “Irgendwann einmal wird es die Generation, die den Krieg noch selbst miterleben musste, nicht mehr geben. Dann gehen solche Erinnerungen für immer verloren, Erinnerungen, die unbedingt als Mahnung für die nachfolgenden Generationen festgehalten werden müssen.”
Soziales Angagement
Für Seniorenwohnheime, Begegnungsstätten und caritative Einrichtungen, in denen aus finanziellen Gründen normalerweise keine Lesungen stattfinden können, bietet der Autor entgeldfreie Lesungen an. Auch für die Lesung in Gelsenkirchen verzichtet Dieter Ebels auf ein Autorenhonorar.
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Erinnerung an die ermordeten Sinti und Roma aus Gelsenkirchen
21.9.2010 von Gelsenzentrum.
Ankündigung: “O pharipe meg dschil … Das Leid lebt noch…”
Erinnerung an die ermordeten Sinti und Roma aus Gelsenkirchen am Donnerstag, 16. Dezember 2010, 19:00 Uhr. Treffpunkt: Ostpreußenstrasse, Ecke Exterbruch (Bogestra-Busdepot). Schweigegang vom Treffpunkt zur damaligen Reginenstraße, Höhe Bahnübergang Ostpreußenstraße.
Mit einer Kranzniederlegung und dem entzünden von Kerzen gedenken der VVN Gelsenkirchen und der gemeinnützige Verein Gelsenzentrum e.V. den im Nationalsozialismus ermordeten Menschen des Volkes der Sinti und Roma.
Wir schaffen an diesem Gedenktag mit Blumen und Kerzen einen temporären Erinnerungsort für die ermordeten Sinti und Roma und wollen so an diesem authentischen Ort an zeithistorische Geschehnisse, die in das Fabrikmäßige Töten von Menschen mündeten, in den Focus der Öffentlichkeit rücken.
Download Veranstaltungshinweis:
→ Erinnerung an die ermordeten Sinti und Roma
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Gedenkfeier für die Ruhrkämpfer in Gelsenkirchen
21.8.2010 von Gelsenzentrum.
90 Jahre Rote Ruhrarmee
Am Mahnmal für Opfer des Ruhrkampfes 1920 und der faschistischen Gewaltherrschaft 1933-1945 auf dem Friedhof Horst-Süd fand heute ein feierliche Gedenkfeier mit einer Kranzniederlegung statt. Zahlreiche Menschen haben heute gemeinsam der Toten gedacht, die für die Freiheit starben.
Am 13. März 1920 wollten militante rechte Kreise mit dem sogenannten Kapp-Lüttwitz-Putsch den ersten Versuch einer deutschen parlamentarischen Demokratie beenden. Mit einem Generalstreik der Arbeiterschaft in Deutschland wurde der Putsch jedoch zum Scheitern gebracht. Nach dem Ende des Putsches ließ die Reichsregierung den andauernden bewaffneten Widerstand im Ruhrgebiet durch die “Rote Ruhrarmee” im März und April 1920 von der Reichswehr und den Freikorps niederschlagen.
Zahlreiche Redebeiträge wurden von den Vertreterinnen und Vertretern der verschiedenen teilnehmenden Gruppierungen gehalten. Heike Jordan, Sprecherin des gemeinnützigen Vereins Gelsenzentrum und VVN-Mitglied, die an der Gedenkfeier im Rahmen des Projektes NO NAZIS 2010 teilnahm, betonte in ihrer Rede, wie wichtig es ist, gegen faschistische Umtriebe Flagge zu zeigen: “Der Tod aller Opfer des Faschismus muss uns, die wir gegen das Vergessen, das Verdrängen und Ignorieren aktiv sind, mahnende Erinnerung sein, in unseren antifaschistischen Bestrebungen nicht nachzulassen. Die Geschichte lehrt uns: Wir müssen wachsam sein!” Unter den Klängen des antifaschistischen Kampfliedes “Bella Ciao” legten die zahlreichen Teilnehmerinnen und Teilnehmer Blumen am Mahnmal nieder.
→ Gedenkfeier für die Ruhrkämpfer in Gelsenkirchen mit Fotostrecke
→ Die Rote Ruhrarmee im Ruhrkrieg 1920
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SchachtZeichen 2010: Erinnern und Vergessen
21.5.2010 von Gelsenzentrum.
Das Großprojekt SchachtZeichen im Rahmen des Programms Kulturhauptstadt 2010 startet am Samstag
Nach einer Idee von Volker Bandelow sollen vom 22. bis zum 30. Mai 2010 insgesamt 311 gelbe Ballons über den ehemaligen Kohleschächten tagsüber am Himmel über dem Ruhrgebiet stehen. Begleitet wird das Ganze von einem Kulturprogramm am Boden, dass sich mit der Geschichte der Standorte befasst. Erinnert wird mit den gelben Gasballons an die Bergbautradition und den Strukturwandel in der Region, vergessen will man anscheinend dabei ein unrühmliches Kapitel in der Geschichte: die Zwangsarbeit im Ruhrbergbau während des Zweiten Weltkrieges. Hinweise auf das dunkelste Kapitel in der Geschichte des Ruhrbergbaus sucht man auf den Internetpräsenzen und in den Programmen der Teilnehmer vergeblich. Ausnahme Datteln, dort findet sich zumindest ein Literaturhinweis.
Jeder einzelne der 3,70 Meter messenden Ballons erinnert so auch an die unzähligen Menschen, die von den Nazis zur Zwangsarbeit in die Region deportiert wurden. Im Januar 1943 kam etwa jeder Fünfte der im Ruhrbergbau beschäftigten rund 380.000 Belegschaftsmitglieder aus der Sowjetunion. Im August 1944 machten die mehr als 120.000 sowjetischen Kriegsgefangenen, die so genannten “Ostarbeiter” und italienischen Militärinternierten sogar ein Drittel der Gesamtbelegschaft aus, ihr Anteil blieb bis Kriegsende nahezu unverändert.
Die Arbeits- und Lebensbedingungen der im Bergbau eingesetzten sowjetischen “Arbeitssklaven” waren von Beginn an besonders schlecht. Die ideologische Verachtung der Nazis gegenüber den in ihren Augen “slawischen Untermenschen” zeigte sich auch in einer völlig unzureichenden Verpflegung, Unterbringung und medizinischen Versorgung der sowjetischen Kriegsgefangenen und zwangsrekrutierten Menschen. Diese barbarische Vorgehensweise brachte naturgemäß auch eine hohe Sterblichkeitsrate unter den Zwangsarbeitern mit sich, ein großer Teil der Menschen kam in den Unterkünften, Lagern und Schächten ums Leben. Wachmannschaften taten Ihr übriges, willkürliche Erschießungen sind überliefert.
Auch Berichte über Misshandlungen mit Todesfolge an den sowjetischen Arbeitskräften finden sich im Ruhrbergbau für die Zeit zwischen 1940-1945 häufig. Vielfach nutzten deutsche Belegschaftsmitglieder ihre große Machtfülle zu willkürlichem Prügeln sowjetischer Arbeiter aus. Darüber hinaus gab es vielfältige Formen von Schikanierungen und Diskriminierungen im Zechenbetrieb, von denen das Nackt-Anfahren-Lassen der “Russen” bei Minusgraden eine besonders erniedrigende Form darstellte.
Allein für den Zechenstandort Gelsenkirchen lassen sich mindestens 3.000 Tote Zwangsarbeiter und Kriegsgefangene im Steinkohlebergbau, in den Unterkünften und Lagern feststellen. An die Toten und auch an die Überlebenden erinnern die gelben Ballone gleichermaßen. Auch wenn manch einer das lieber vergessen will.
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Demokratie stärken – Rechtsextremismus bekämpfen
20.3.2010 von Gelsenzentrum.
Schloss Horst in Gelsenkirchen präsentiert eine Ausstellung der Friedrich-Ebert-Stiftung
Im Mittelpunkt dieser Ausstellung steht ein Tisch. Der Tisch ist ein Ort der Kommunikation, um den sich Menschen versammeln. Familienmitglieder berichten einander ihren Tag, Konferenzen werden abgehalten, Argumente ausgetauscht. Er ist aber auch Studienort, auf dem die Zeitung ausgebreitet, Bücher aufgeschlagen und Dinge abgelegt werden. Dieser Tisch könnte überall stehen. Vielleicht war es ein solcher Tisch, an dem der 32jährige Punk Thomas Schulz mit Freunden zusammen saß, bevor er am Abend des 28. März 2005 in der Dortmunder U-Bahn-Station Kampstraße auf einem 17-Jährigen aus der rechten Dortmunder Szene trifft . Nach einer verbalen Auseinandersetzung zieht der Neonazi ein Messer und sticht auf Thomas Schulz ein. Thomas verstirbt noch am selben Abend im Krankenhaus.
Womöglich war es auch solch ein Tisch, an dem Rechtsextreme Morddrohungen gegen Frank Gockel, Träger des Aachener Friedenspreises, verfassten. Oder es ist ein Stammtisch in irgendeiner Kölner Kneipe, an dem fremdenfeindliche Parolen und Vorurteile ausgetauscht werden. Vielleicht sitzen an diesem Tisch aber auch Menschen, die diesen Parolen und Vorurteilen etwas entgegensetzen, oder Menschen, die in Projekten und Initiativen planen, wie man ein Zeichen gegen Rassismus und Gewalt und für Demokratie und Menschlichkeit setzen kann.
Die Friedrich-Ebert-Stiftung breitet nun auf ihrem Ausstellungstisch Informationsmaterialien zum Thema Rechtsextremismus aus, denn Informationen sind für ein Engagement gegen Rechtsextremismus genauso wichtig wie das Bewusstsein für das demokratische Fundament unserer Gesellschaft.Die Ausstellung gegen Rechtsextremismus ist vom 25. bis zum 29. März 2010 im Gelsenkirchener Schloss Horst zu sehen.
Oberbürgermeister Frank Baranowski und Franz Müntefering (MdB) werden die Ausstellung eröffnen.
Wann: Donnerstag, 25. März 2010, um 18:30 Uhr im Schloss Horst,Turfstraße 21, 45899 Gelsenkirchen-Horst.
→ Begleit- und Informationsmaterial
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Erster Limmud-Tag von NRW in Köln
5.3.2010 von Gelsenzentrum.
Das große jüdische Lernfestival steht bevor!
Limmud ist ein Lernfestival. Es entstand vor ca. 5 Jahren in Deutschland und ist mittlerweile zur grössten jüdischen Bildungsveranstaltung im deutschsprachigen Raum herangewachsen. Limmud ist das Ergebnis ehrenamtlicher Arbeit. Die Konferenz richtet sich an alle jüdischen, in Deutschland lebenden Menschen (unabhängig von ihrem Alter, religiöser und politischer Überzeugung, Nationalität und Interessen) und hofft, deren Interesse für die eigene jüdische Erziehung wecken bzw. fördern zu könnnen. Dieses Ziel erreichen wir dadurch, dass wir ein Programm bieten, welches so vielseitig ist, wie die angesprochene Teilnehmerschaft. Es umfasst in der Regel ca. 60 Workshops am Tag (also mehrere pro Stunde), so dass jeder für sich entscheiden kann, worüber er etwas lernen will. Alle werden angehalten etwas zu der Veranstaltung beizutragen. Denn je mehr wir beitragen und für unsere Gesellschaft tun, um so reichhaltiger ist diese und färbt dies auf uns zurück.
Eine Gruppe von ehrenamtlichen jüdischen Menschen haben sich zusammen gefunden, um dieses Konzept in Köln umzusetzen. Somit findet am 7. März der erste Limmud-Tag von NRW in Köln statt.
Quelle: haOlam.de - Jüdisches Online-Magazin
Aktiv am Limmud-Tag dabei: Elena Gubenko
Aus Gelsenkirchen dabei ist die jüdische Aktivistin Elena Gubenko, Vorsitzende des Jüdischen Kulturvereins KINOR. Sie bietet am Limmud-Tag folgenden Workshop an: ”Jüdische Gemeinschaft in Deutschland – Selbst-Identifikation, Wahrnehmung von anderen und viel mehr”. Von 17.40 - 18.50 Uhr findet eine Podiumsdiskussion statt: Eine Gemeinde oder meine Gemeinde? (Gubenko, Guentner, Guttmann, Moyzhes, Rado).
Elena Gubenko lebt seit 1993 in Gelsenkirchen. Sie ist aus der ehemaligen Sowjetunion ausgewandert, genauer aus der Ukraine. Als Jüdin findet sie es in Deutschland oft nicht einfach. Das Thema jüdisches Leben in Deutschland könne immer noch nicht ohne Scheuklappen diskutiert werden. “Ich will den Menschen zeigen, dass wir zusammenleben können. Alle, die wir anders sind” sagt Elena Gubenko
Von sich sagt sie: Ich bin eine Weitgereiste, und diese Weitgereiste ist seit vielen Jahren in Gelsenkirchen und darüber hinaus außerordentlich aktiv. Zu Ihrem Engagement zählt unter anderem die Arbeit im Bereich Kultur, Kunst (bzw. Kultur- und Kunstvermittlung unter Migranten und Einheimischen), Aufklärungsarbeit / kulturelle Bildung, Integrationsarbeit, Kinder- und Jugendarbeit, Arbeit mit Frauen / Frauenbewegung, bürgerliches Engagement, Zivilcourage, soziale Betreuung von Migranten – alles interkulturell bzw. interreligiös. Brücken zwischen Menschen und Kulturen zu bauen – das sind einige der Schwerpunkt ihrer Arbeit, der geografische Bereich umfasst Gelsenkirchen und die Region und ist darüber hinaus bundes- ja weltweit tätig.
Elena Gubenko wurde am 8. März 2008 mit dem Preis “Migradonna”, dem Preis für starke Frauen, für ihr umfangreiches und ehrenamtliches Engagement ausgezeichnet.
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