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Archiv der Kategorie Veranstaltungskalender Ruhr

Bundesweite Verteilaktion: Grundgesetz für alle

Das Grundgesetz für alle? Das Grundgesetz gilt für alle!

Am 23. Mai will eine Bürgerinitiative bei einer bundesweiten Verteilaktion kostenlos das Grundgesetz unters Volk bringen. Die Initiatoren wollen daran erinnern, dass die Grundrechte für alle gleichermaßen gelten und haben dazu aufgerufen, in jeder Stadt das Grundgesetz kostenlos zu verteilen und die Öffentlichkeit zu sensibilisieren.

Am Anfang stand die Idee von Neşe Tüfekçiler, mit der Verteilung des Grundgesetzes in gedruckter Form Öffentlichkeit herzustellen. Eine Bürgerinitiative wurde gegründet und weitere namentlich auftretende Mitstreiter im sozialen Netzwerk Facebook gewonnen, um die Grundrechte die in der deutschen Verfassung verankert sind, stärker ins Bewusstsein der Gesellschaft zu rücken. Derzeit sind im Orga-Team der Bürgerinitiative (Email: grundgesetzfuralle@gmx.de) Sevgi Meryem Ünver, Levent Bayram, Mukadder Bauer, Hüseyin Kara und Neşe Tüfekçiler aktiv.

Bundesweite Verteilaktion: Grundgesetz für alle

Wenn man die GründerInnen der Bürgerinitiative fragt, warum das Ganze gemacht wird, ist die Antwort kurz und knapp: “Das Grundgesetz gilt für alle. Aus diesem Grund verteilen wir am 23.5. (Jahrestag der Verkündung des Grundgesetzes) das Grundgesetz an BürgerInnen, damit sie ihre politischen VertreterInnen daran erinnern können, was der Sinn des Grundgesetzes ist. Die Aktion startet am 11. Mai in Offenbach und Bremen und findet dann am 23. Mai 2012 in mehreren Städten bundesweit statt.”

Man wünscht sich eine bundesweite Diskussion in den jeweiligen Gremien, dass die Grundrechte für alle auch in der Praxis gelten. Der Staat muss seinen Teil dazu beitragen, aber wir dürfen uns nicht allein auf ihn verlassen, da sind sich alle einig. “Der Dialog beginnt an der Basis, im Volk und das sind wir”, mit diesen knappen Worten fasst Sevgi Meryem Ünver von der Bürgerinitiative ihr Anliegen zusammen.

Infostände und Verteilaktionen in Gelsenkirchen am 23. Mai 2012
11-13 Uhr in der Innenstadt, Bahnhofstraße Höhe Kolpingstraße
11-13 Uhr in Buer, Hochstraße Ecke Horster Straße

Bisher wird die Aktion in 24 Städten umgesetzt, darunter auch Gelsenkirchen. Hier wird die Verteilaktion vom “Netzwerk gegen Rassismus und Rechtsextremismus” organisiert. “Mit unserem Engagement wollen wir zur Überwindung von Rassismus beitragen. Weitere MitstreiterInnen sind willkommen” so eine Sprecherin vom Netzwerk. Wer sich an der Aktion in Gelsenkirchen beteiligen möchte, kann Kontakt aufnehmen unter: netzwerk@bgr-gelsenkirchen.de oder telefonisch unter 0209/9994676.

Weitere Infos: Netzwerk gegen Rassismus und Rechtsextremismus

Protestkundgebung: Wir stellen uns Quer

Gegenwind für Pro NRW in Gelsenkirchen

„Pro NRW“ betreibt unter dem Deckmantel der Islamkritik rassistische Hetze. Am 28. April startet die rechtsextreme Partei ihre so genannte Wahlkampftour “Freiheit statt Islam”, ab 15:00 Uhr will „Pro NRW“ vor der Moschee an der Horster Straße 156 in Buer rassistische Hetze verbreiten. Von der selbsternannten „Bürgerbewegung Pro NRW“ werden Menschen muslimischen Glaubens durchweg als angebliche Fundamentalisten, als kriminell und gewalttätig dargestellt.

Protestkundgebung gegen Pro NRW in Gelsenkirchen: Wir stellen uns Quer

Themen, die in der bundesdeutschen Öffentlichkeit die Gemüter erhitzen, wie beispielsweise Zukunftsängste, Arbeitslosigkeit und Kriminalität werden von „Pro NRW“ aufgegriffen, rassistisch instrumentalisiert und als angebliche Folge der Zuwanderung verkauft. MigrantInnen und Muslime werden von den Rechtsextremen für gesellschaftliche Mißstände verantwortlich gemacht, damit soll die Angst vor einer angeblichen „Überfremdung“ geschürt werden. In Gelsenkirchen ruft das Bündnis gegen Rechts zur Protstkundgebung gegen die Partei “Pro NRW” auf:

Das friedliche Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Kulturen und Religionen darf nicht durch rassistische Hetze und Intoleranz gestört werden! Zeigen Sie mit uns Flagge für Demokratie, Menschenwürde und Religionsfreiheit - Gegen Fremdenfeindlichkeit, Gewalt, Diskriminierung und Rassismus! In Gelsenkirchen ist kein Platz für rassistische Hetze! Wer schweigt stimmt zu!

Bündnis gegen Rechts Gelsenkirchen: Martin Gatzemeier (DIE LINKE), Andreas Jordan (GELSENZENTRUM), Rolf Jüngermann (DKP), Toni Lenz (MLPD),  Ingrid Remmers (DIE LINKE, MdB), Heike Jordan (Netzwerk gegen Rassismus und Rechtsextremismus)

Download: Aufruf/Flugblatt (PDF)

Samstag 28. April 2012 ab 14:00 Uhr Gelsenkirchen-Buer, Merkez-Moschee, Horster Straße 156

(Quelle: Presse- und Medienmitteilung Bündnis Gegen Rechts Gelsenkirchen)

Gedenken an den Holocaust

Woche der Erinnerung in Gelsenkirchen

Filmvorführungen im Kulturzentrum “die Flora”, Florastraße 28:

“Nacht und Nebel”

19. Januar 2012
Beginn 19 Uhr mit einem Vortrag von Hartmut Hering

“Nacht und Nebel” - Ein Film als Mahnmal gegen das Vergessen am Vorabend des 70. Jahrestages der berüchtigten Wannseekonferenz. Der Film nimmt seinen Ausgang in den grün überwucherten Ruinen von Auschwitz und zeigt dann in einem Rückblick das Geschehen in den Todeslagern, die gnadenlose menschenverachtende Präzision der “Endlösung”. Ein filmisches Dokument von erbarmungsloser Eindringlichkeit. Diese Qualität und sein Stellenwert als Warnung vor kollektiver Entmenschlichung im Zuge ideologischer Verblendung und politischer Diktatur verleihen dem Film eine zeitlose Aktualität.

“Alles weiß ich noch… und das ist das Schlimme an der Geschichte”

26. Januar 2012
Beginn 19 Uhr mit einem Vortrag von Dr. Rolf Heinrich

“Alles weiß ich noch… und das ist das Schlimme an der Geschichte” - Videomitschnitt eines zeitzeugenschaftlichen Vortrages von Rolf Abrahamsohn. Der 86-jährige ist einer der wenigen jüdischen Überlebenden des Holocaust, der noch aus eigenem Erleben von der Deportation am 27. Januar 1942 von Gelsenkirchen nach Riga und seinen Gewalterfahrungen unter dem Terrorregime der Nazis berichten kann. Rolf Abrahamsohn berichtet von seinem und dem Leidensweg seiner Familie und dem von Freunden, der in die Konzentrationslager Kaiserwald, Stutthof und Buchenwald, in ein Außenlager von Buchenwald beim Bochumer Verein und weiter nach Theresienstadt führte.

Der Eintritt zu den Filmvorführungen ist frei - Um eine Spende für das Projekt Stolpersteine in Gelsenkirchen wird gebeten.

Gedenkveranstaltung “Gelsenkirchener Lichter”

70. Jahrestag der Deportationen von Gelsenkirchen nach Riga

27. Januar 2012 Internationaler Holocaust-Gedenktag
18:30 Uhr Treffen auf dem Bahnhofsvorplatz

Die Gedenkveranstaltung am Internationalen Holocaust-Gedenktag erinnert an alle Opfer des nationalsozialistischen Terrors und an die erste Deportation jüdischer Kinder, Frauen und Männer aus Gelsenkirchen vor 70 Jahren. Der sich anschließende Schweigegang führt über die Bahnhofstraße zum Neumarkt. Dort sind neben dem Aufstellen und Entzünden der “Gelsenkirchener Lichter” auch Redebeiträge geplant, es sprechen u.a. Roman Franz (Landesverband der Sinti und Roma NRW), Dr. Michael Krenzer (Zeugen Jehovas) und Marianne Konze (Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes - VVN/BdA). Der Verein Gelsenzentrum e.V. lädt herzlich ein.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden gebeten, Kerzen mitzubringen.

Woche der Erinnerung in Gelsenkirchen

Gedenken zum 70. Jahrestag der Wannseekonferenz

Der Massenmord an den Juden sowie an den Sinti und Roma war längst beschlossene Sache und schon im Gange. Die ersten Züge mit ihrer Menschenfracht rollten bereits Richtung Osten, als die berüchtigte Wannseekonferenz am 20. Januar 1942 in einer Villa am Großen Wannsee bei Berlin stattfand.

Der Schauplatz der Wannseekonferenz in Berlin, Am Großen Wannsee 56 - 58
In dieser Villa fand die Wannseekonferenz am 20. Januar 1942 statt

Hauptzweck der Konferenz - in den Einladungen als  “Besprechung mit Frühstück” bezeichnet - war die Deportation der gesamten jüdischen Bevölkerung Europas zur Vernichtung in den Osten zu organisieren und zu koordinieren. Einziger Tagesordnungspunkt: “Die Endlösung der Judenfrage”. Die Teilnehmer, 15 führende Nazis, darunter Vertreter der SS und aller betroffenen Staatsbehörden,  legten den zeitlichen Ablauf für die weiteren Massentötungen fest, grenzten die dafür vorgesehenen Opfergruppen genauer ein und einigten sich auf eine Zusammenarbeit unter Leitung von Heydrich, Chef des Reichssicherheitshauptamts.  Adolf Eichmann, der “Judenreferent” Heydrichs, war für das Protokoll zuständig.

Heydrichs Plan sah die systematische Vertreibung und Vernichtung von rund elf Millionen Menschen vor. Er nannte ihn „Endlösung der europäischen Judenfrage“, das bedeutet nichts anderes als die Koordination des Massenmordes, geplant war die systematische Vertreibung und Vernichtung von rund elf Millionen Menschen jüdischer Herkunft. Das den Opfern zugedachte Schicksal war grauenvoll: Straßenbau im Osten, “wobei zweifellos ein Großteil durch natürliche Verminderung ausfallen wird”. Der “verbleibende Restbestand wird, da es sich bei diesem zweifellos um den widerstandsfähigsten Teil handelt, entsprechend behandelt werden”. Hunderttausende der  deutschen “Volksgenossen” halfen dabei mit, etwa 6 Millionen Menschen jüdischer Herkunft fielen der Massenvernichtungsaktion zum Opfer. Es war eines der größten Verbrechen in der Menschheitsgeschichte.

Anlässlich des 70. Jahrestages der berüchtigten Wannseekonferenz zeigt der gemeinnützige Verein Gelsenzentrum am 19. Januar 2012  im Gelsenkirchener Kulturzentrum “die flora” den Film “Nacht und Nebel”. Die Gedenkveranstaltung beginnt um 19 Uhr mit einem Vortrag von Hartmut Hering. Eintritt frei -  um eine Spende für das Projekt Stolpersteine in Gelsenkirchen wird gebeten.

Kulturzentrum “die flora”

Gelsenzentrum e.V. - Woche der Erinnerung

Gegen “Pro NRW”: Herten hat keinen Platz für Rassismus

Solidarität ist eine Waffe: Proteste in Herten

Herten hat keinen Platzt für Rassismus

Die Rechtsextreme “Pro NRW” will am Samstag, den 17. September 2011 in Herten-Langenbochum eine Demonstration und Kundgebung durchführen.

Das “Bündnis für Demokratie” in Herten ruft unter dem Motto “Herten hat keinen Platz für Rassismus” zu zu einer Protestkundgebung auf. Diese findet am 17. September 2011 um 10:00 Uhr an der Kranzplatte in Herten-Langenbochum statt. Es wird einen Protestmarsch, Kulturbeiträge und ein offenes Mikrophon geben. Am Freitag, den 30. September 2011 findet ein “Tag für Demokratie, Vielfalt und Menschenrechte” in Herten statt, durchgeführt vom “Bündnis für Demokratie” Herten.

Das “Netzwerk gegen Rassismus und Rechtsextremismus Gelsenkirchen” unterstützt die Aktionen des “Bündnis für Demokratie” gegen die “Pro NRW” und ruft zur Teinahme am Protest gegen die “Pro NRW” in Herten auf.

“Herten hat keinen Platzt für Rassismus”: Flyer 1   Flyer 2.

Kleine Gedenkveranstaltung für Fritz Rahkob

Kein Vergeben, kein Vergessen

Am 24. August 1944 wurde Fritz Rahkob durch Nazi-Schergen umgebracht. Der Vorwurf gegen den Antifaschisten war der des Hochverrates, tatsächlich ein konsequenter Kampf gegen Nazi-Deutschland. An ihn wollen wir am 24. August 2011 um 18 Uhr auf dem Fritz Rahkob Platz erinnern. Sein damaliger “Hochverrat” ist uns heute Vorbild und mahnt an seinen Kampf gegen Faschismus und Krieg. Die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes/Bund der Antifaschisten (VVN/BdA) Gelsenkirchen lädt alle Menschen herzlich zu diesem Gedenken und zur Niederlegung von Blumen ein. FaschistInnen sind von dieser Veranstaltung ausgeschlossen.

Gedenktafel erinnert an den Antifaschisten Fritz Rahkob
Foto: Knut Massmann

1. September - Internationaler Antikriegstag in Gelsenkirchen

Aufruf Gelsenkirchener Bürgerinnen und Bürger

Antikriegstag 2011 in Gelsenkirchen

Anlässlich des Antikriegstages am 1. September 2011 lädt die Gelsenkirchener Friedens-bewegung herzlich ein, am 1. September gemeinsam zu diskutieren und zu demonstrieren:

17.15 Uhr Informationen und Aktionen gegen Krieg (Preuteplatz/Bahnhofstraße)

17.30 Uhr Kundgebung auf dem Preuteplatz

18.30 Uhr Demonstration zum Mahnmal für die Opfer des Hitler-Faschismus im Gelsenkirchener Stadtgarten

19.00 Uhr Gedenkfeier für die Opfer von Krieg und Faschismus mit anschließender Blumenniederlegung

Aufruf Gelsenkirchener Bürgerinnen und Bürger

Aufruf unterstützen? Kontaktiert uns per Email!

Infostand VVN/BdA Gelsenkirchen

Zur Information über und Mobilisierung gegen den Nazi-Aufmarsch in Dortmund am 3. September 2011 wird die VVN/BdA Gelsenkirchen am 1. September zwischen 17 und 19 Uhr mit einem Infostand auf der Gelsenkirchener Bahnhofstrasse/Höhe Sellhorststrasse bzw. Preuteplatz vertreten sein.

Die Nazis kommen – wir auch!

Was ist los?

Am Samstag, den 09. Juli 2011 wollen Neonazis in Krefeld am Neumarkt eine Mahnwache veranstalten. Thema ihrer Mahnwache ist die Forderung nach Todesstrafe für Sexualstraftäter_innen, die sie mit Parolen wie “Ein Baum, ein Strick, ein Schändergenick!” verdeutlichen. Dabei geht es den Neonazis nicht darum Opfer sexueller Gewalt zu schützen, sondern sie instrumentalisieren diese lediglich im Sinne ihrer menschenverachtenden Ideologie. (…)

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Autorenlesung mit Katarina Bader

Jureks Erben: Vom Weiterleben nach dem Überleben

Am 8.6.2011 liest die junge Autorin Katarina Bader im Kultursaal “Horster Mitte”, Gelsenkirchen-Horst, Schmalhorststraße 1a ab 19 Uhr aus ihrem Buch „Jureks Erben“. Eintritt 5/3 Euro (ermäßigt)

Das bemerkenswerte Buch handelt von Katarina Baders Freundschaft zu Jurek, einem polnischen Auschwitz-Überlebenden, den sie als achtzehnjährige Schülerin bei einem Besuch in der Jugendbegegnungsstätte Auschwitz kennen lernte und dessen Freundschaft ihr Leben veränderte.

→ Veranstaltungsflyer

66. Jahrestag der Befreiung von Krieg und Faschismus

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Mahnwache zur Erinnerung an die Befreiung von Krieg und Faschismus
8. Mai 2011 von 14:30-15:30 Uhr auf dem Neumarkt, Gelsenkirchen
Wehret den Anfängen - Aktiv gegen Menschenverachtung und Rassismus