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Archiv der Kategorie Veranstaltungskalender Ruhr

8. Mai 2011 - 66. Jahrestag der Befreiung

Mahnwache in Gelsenkirchen

Der 8. Mai 1945 markiert die militärische Zerschlagung des Nationalsozialismus und das Ende des von Deutschland entfachten Weltkrieges, der über 55 Millionen Menschenleben kostete. Dieser 8. Mai steht auch symbolisch für die Befreiung der Überlebenden der Konzentrationslager, die dem deutschen Rassen- und Vernichtungswahn entkommen konnten. Dieser Tag soll jedoch nicht allein Anlass zum Gedenken an die unzähligen Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft sein.

“Die Erinnerung an den 8. Mai 1945 soll uns darüber hinaus anregen, uns aktiv im Kampf gegen alte und neue Nazis und andere GeschichtsrevisionistInnen zu engagieren, die auch in diesem Jahr am 8. Mai wieder in verschiedensten Orten Deutschlands aufmarschieren, ihre dumpfen Parolen grölen und die Geschichte zu ihren Zwecken umdeuten wollen” so Heike Jordan, Sprecherin des Gelsenzentrum e.V. , der als Veranstalter auftritt, und weiter: “Der Widerstand gegen Rechtsextremismus und Rechtspopulismus darf sich nicht darauf beschränken, in hektischen Aktionismus zu verfallen, wenn die Rechtsextremen der Republik gerade wieder einmal auf der Nase herumtanzen; er muss als tägliche Aufgabe gesehen werden, auch wenn das nicht immer einen medienwirksamen Auftritt verspricht”.

Die Mahnwache zur Erinnerung an die Befreiung von Krieg und Faschismus findet am 8. Mai 2011 von 14:30 bis 15:30 auf dem Neumarkt in der Gelsenkirchener City statt. Demokratisch gesinnte Menschen aus allen sozialen Schichten und Altersgruppen sind zur Teilnahme aufgerufen!

Die Veranstaltung wird bisher unterstützt vom Netzwerk gegen Rassismus und Rechtsextremismus Gelsenkirchen, Runder Tisch gegen Rechts Gelsenkirchen, Gelsenzentrum e.V., Jüdischer Kulturverein KINOR, Forum für die Zukunft des Judentums in Deutschland e.V. und vom VVN/BdA (Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes/Bund der AntifaschistInnen) Gelsenkirchen.

Pressemitteilung Nr. 8/2011 des gemeinnützigen Vereins Gelsenzentrum vom 2.5.2011

“PRO NRW” unter der Lupe

Seminar klärt über rechtspopulistische “Pro Nrw” auf

Am 15. April 2011 veranstaltet die VVN-BDA Gelsenkirchen im DGB Haus der Jugend um 18.30 Uhr eine Informationsveranstaltung zum Thema “PRO NRW und die sogenannten Rechtspopulisten”. ReferentInnen vom Antirassistisches Bildungsforum Rheinland werden den Abend mit einem informativen Vortrag und einer anschließende Debatte gestalten. Inhaltlich wird es um das relativ neue Phänomen des Rechtspopulismus gehen, in NRW besser bekannt unter dem Namen “PRO NRW”. “Diese rechte Kleinstpartei, mit den Wurzeln in Köln, versucht als Bindeglied zwischen den offen militanten Rechtsradikalen und dem rechten Rand der Gesellschaft zu fungieren. In Gelsenkirchen sitzen seit 2009 neben Kevin G. Hauer noch 2 Mitglieder im Stadtrat für “PRO NRW”. Diese so genannte Partei missbraucht das Schloß Horst immer wieder für ihre Veranstaltungen. Es ist nun Zeit über ihre Machenschaften ausführlich zu informieren!” so Paul M. Erzkamp, ein Sprecher der VVN-BDA Gelsenkirchen.

Der Eintritt ist kostenlos und alle Menschen sind herzlich willkommen. FaschistInnen und explizit Mitglieder rechter Gruppierungen sind ausdrücklich nicht willkommen.

→ VVN/BdA Gelsenkirchen

Naziübergriffe stoppen! Nazistrukturen offen legen!

KEIN FUßBREIT DEN FASCHIST_INNEN!
WEDER IN BOCHUM, NOCH ANDERSWO!

Kommt zur Demo: 15.4.2011 ab 16 Uhr am Bochumer HBF

Seit einiger Zeit machen Neonazis in Bochum wieder vermehrt durch Aktivitäten auf sich aufmerksam. Diese Aktivitäten verschiedener Nazigruppierungen, Cliquen und Einzelpersonen, die teilweise untereinander vernetzt sind, reichen von offiziellen Anfragen im Stadtrat von Seiten der NPD über die Verteilung rassistischer Propaganda in der Innenstadt bis hin zu Angriffen auf Antifaschist_innen. Die Gewaltbereitschaft der jungen und alten Neonazis hat in den letzten Jahren stark zugenommen. (…) weiterlesen

→ Kurzaufruf zur Demo in Bochum (PDF)

Protest gegen Alltagsrassismus und Rechtsextremismus

Flagge zeigen!

GELSENZENTRUM und AUF Gelsenkirchen zeigen in einer antifaschistischen Aktionseinheit gemeinsam Flagge gegen Alltagsrassismus und Rechtsextremismus in Gelsenkirchen und anderswo. Die Protestkundgebung gegen Alltagsrassismus und Rechtsextremismus findet am Sonntag, den 13. März 2011 von 11-13 Uhr auf dem Josef-Büscher-Platz gegenüber dem Schloss Horst in Gelsenkirchen statt. An diesem Tag hält die  rechtspopulistischen Partei „Pro NRW“ im Schloss Horst fast zeitgleich  eine “nichtöffentliche” Veranstaltung ab, die selbst ernannte “Bürgerbewegung”  hat vollmundig zu einem “kommunalpolitschen Jahresrückblick” geladen.

“Pro-NRW” verbreitet eine rechtsgerichtete Denkkultur. Die Partei stellt sozialdarwinistische Rechnungen an, sucht nach Sündenböcken für gesellschaftliche Probleme und schürt Ablehnung und Hass gegenüber Migranten. Das stellt eine wichtige Herausforderung für uns alle dar. Deshalb: Gesicht zeigen gegen zunehmenden Rechtspopulismus! Wir sind solidarisch mit allen Einzelpersonen und Gruppierungen, die mit uns dieses Ziel teilen und laden zur Teilnahme an der Protestkundgebung ein.

→ Netzwerk gegen Rassismus und Rechtsextremismus Gelsenkirchen

Flagge zeigen

Kundgebung: Gegen Alltagsrassismus und Rechtsextremismus

Unter diesem Motto findet am 13. März 2011 von 11-13 Uhr auf dem Josef-Büscher-Platz gegenüber dem Schloss Horst in Gelsenkirchen eine Kundgebung statt. GELSENZENTRUM und AUF Gelsenkirchen zeigen in einer Aktionseinheit gemeinsam Flagge gegen Rechtspopulismus, Alltagsrassismus und Rechtsextremismus: Für ein gemeinsames und gleichberechtigtes Zusammenleben aller Menschen unabhängig von konstruierten Merkmalen wie Herkunft, Religion, sozialem Status oder der Lebensweise! Wir sind solidarisch mit allen Einzelpersonen und Gruppierungen, die mit uns dieses Ziel teilen und laden euch zur Mitarbeit und Teilnahme an der Kundgebung ein!

→ Netzwerk gegen Rassismus und Rechtsextremismus Gelsenkirchen

Gemeinsam Gedenken und Erinnern am 27. Januar 2011

 Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus

Das gemeinsame Gedenken in Gelsenkirchen beginnt am Morgen des 27. Januar 2011, dem Internationalen Holocaustgedenktag mit dem Vortrag eines jüdischen Zeitzeugen. Der Holocaust-Überlebende Rolf Abrahamsohn spricht im Carl-Friederich-Gauß-Gymnasium auf Einladung von Gelsenzentrum vor Schülern über seine Erfahrungen in den Konzentrationslagern der NS-Zeit. Am  Abend sollen auf dem Neumarkt in der Altstadt die “Gelsenkirchener Lichter” leuchten. Kerzen erinnern dann im Herzen unserer Stadt an die Opfer des NS-Regimes.

→ Holocaustgedenktag 2011

Fritz Bauer - Tod auf Raten

Gelsenkirchen - die “flora” zeigt:

„Fritz Bauer - Tod auf Raten“

Dokumentarfilm von Ilona Ziok, Deutschland 2010, 100 Min, FSK : ab 12 J.

Mittwoch, 02.02.2011, 19:30 Uhr

Fritz Bauer (1903-1968), wohl der profilierteste Staatsanwalt, den die Bundesrepublik je hatte, glaubte, dass „Unruhe die erste Bürgerpflicht“ sei und war davon überzeugt, dass der Bürger ein Widerstandsrecht gegen Willkürakte des Staates habe. Als hessischer Generalstaatsanwalt (1956-1968) war er der maßgebliche Initiator der Frankfurter Auschwitzprozesse. Eine wichtige Rolle spielte Bauer auch bei der Ergreifung Adolf Eichmanns.

Während seiner Amtszeit in Frankfurt a. M. hat Bauer in Hessen als erstem Bundesland außerdem auch die Reform und Humanisierung des Strafvollzugs vorangetrieben. Durch sein vielfach provozierendes Auftreten und durch seine Härte gegenüber NS-Verbrechern wurde Bauer im restaurativen Klima der Adenauer-Ära zur „Provokation für den Zeitgeist“.

Mit Akribie hat die Regisseurin Ilona Ziok Archive durchforscht und wegweisende Statements des hessischen Generalstaatsanwalts ausgegraben. Kombiniert mit Aussagen von Zeitzeugen und ausgesuchten Werken klassischer und zeitgenössischer Komponisten entsteht das spannende Portrait eines der bedeutendsten Juristen des 20. Jahrhunderts.

Ausführliche Informationen zum Film unter www.fritz-bauer-film.de

Eintritt: 3,50 €, ermäßigt 3,00 €

Info: (0209) 169 - 9105

Veranstalter: Kulturraum „die flora”

Die Geschichte einer Fahndung

​Vortrag: KZ-Arzt Aribert Heim – Die Geschichte einer Fahndung

Referent: Dr. Stefan Klemp

Donnerstag, 20. Januar 2011, 19.00 Uhr

Veranstaltungsort: Mahn- und Gedenkstätte Steinwache, Steinstasse 50, 44147 Dortmund

Aribert Heim gilt als einer der meistgesuchten NS-Kriegsverbrecher. Die Medien gaben ihm Namen wie »Dr. Tod« oder »Der Schlächter von Mauthausen«; sie zeugen von der ungeheuren Grausamkeit, mit der er als SS-Arzt jüdische KZ-Insassen behandelte. Er war zwar nur etwa zwei Monate auf der Krankenstation des Konzentrationslagers Mauthausen eingesetzt, wird für diesen kurzen Zeitraum jedoch für die bestialische Ermordung zahlreicher Häftlinge verantwortlich gemacht. Erst 1979 wurde er dafür in Abwesenheit in einem späten Spruchkammerverfahren in Berlin zu einer hohen Geldstrafe verurteilt und als »Hauptschuldiger« eingestuft.

Erstmals hat nun Stefan Klemp ein Buch über den Mann veröffentlicht, der nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs unbehelligt und als freier deutscher Staatsbürger heiraten, eine Familie gründen und weiterhin als Arzt praktizieren konnte. Als Heim Anfang der 60-Jahre schließlich doch verhaftet werden sollte, konnte er entkommen. Kriminalisten und Historiker des Simon-Wiesenthal-Zentrums traten in einer ungewöhnlichen Kooperation den Wettlauf mit der Zeit an, bei dem nun die Frage im Raum steht, ob er endgültig verloren ist. Denn ZDF und New York Times verkündeten Anfang letzten Jahres, dass Heim bereits 1992 in Kairo gestorben sei. Zweifelsfrei belegt ist dies nicht.

Dr. Stefan Klemp (*1964) arbeitet – nach einem Studium der Geschichte und Soziologie und Politik – als freier Autor und Historiker, u.a. auch in der Steinwache. Im Rahmen der Verfolgung von NS-Tätern ist er für das Simon Wiesenthal Center Los Angeles tätig und fahndete u. a. nach Aribert Heim. Er ist Mitglied der wissenschaftlichen Beirats der Ausstellung „Polizei im NS-Staat“, die 2011 im Deutschen Historischen Museum zu sehen sein wird.

Auch Obdachlose haben Namen

Demonstration gegen rechte Gewalt und Obdachlosendiskriminierung

Kein Vergeben - Kein vergessen. Demonstration im Gedenken an den von Neonazis in Velbert ermordeten Obdachlosen Horst Pulter

05. Februar 2011, 14:00 Uhr

Velbert, Willy-Brandt-Platz

Am 05. Februar 2011 jährt sich zum 16. Mal der Todestag des Velberter Obdachlosen Horst Pulter. Dieser Mord war der Gipfel rechtsextremistischer Straftaten in Velbert. Am Sonntag, den 05.02.1995 wurde der 65-jährige Obdachlose Horst Pulter im Velberter Herminghauspark von sieben Neonazis zunächst als “Penner” und “Scheißjude” verhöhnt und dann ermordet. Die Täter quälten Horst Pulter mit Tritten und Schlägen, dann stach der damals 22-jährige Haupttäter zu.

In den Wohnungen der Täter werden Fotos mit Hakenkreuzen und Hitlergruß gefunden. Vor Gericht geben sie an, dass sie “nur Penner klatschen” wollten. Dies wollen wir so nicht stehen lassen. Wir müssen das Gedenken an die Opfer faschistischer Gewalt aufrechterhalten. Wenn wir es nicht tun, überlassen wir die Geschichtsschreibung dem Lauf der Zeit und damit dem Vergessen. Diese Tat von Rechtsextremen darf in Velbert nicht vergessen werden, denn Velbert darf vor seiner Geschichte nicht die Augen verschließen. Wir werden daher erneut den Mord an Horst Pulter in das Gedächtnis der Menschen rufen.

Der ganze Aufruf: → Auch Obdachlose haben Namen: Horst Pulter

Gelsenkirchen: Gedenken an die Vernichtung von Sinti und Roma

“O pharipe meg dschil … Das Leid lebt noch…” - Erinnerung an die ermordeten Sinti und Roma aus  Gelsenkirchen

Gedenkveranstaltung am 16. Dezember 2010: “O pharipe meg dschil … Das Leid lebt noch…”

An diesem Tag vor achtundsechzig Jahren verfügte Heinrich Himmler die Deportation aller noch im Reichsgebiet lebenden und als “Zigeuner” verfolgten Menschen in das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau. Die Verfolgung und Ermordung Hunderttausender Sinti und Roma in Deutschland und in den von Deutschland während des Zweiten Weltkriegs besetzten Gebieten war ein furchtbares Verbrechen. Es markiert wie die Ermordung von Juden, politisch Andersdenkenden, Zeugen Jehovas, Homosexuellen und Behinderten das grauenvollste Kapitel der deutschen Geschichte.

Die Gedenkveranstaltung in Gelsenkirchen beginnt am 16. Dezember um 19:00 Uhr mit dem Treffen an der Ostpreußenstrasse, Ecke Exterbruch (Bogestra-Busdepot) anschließend formiert sich ein Schweigegang zur damaligen Reginenstraße, Höhe Bahnübergang Ostpreußenstraße. Dort wird mit der Niederlegung von Kränzen und Blumen und mit dem Entzünden von Kerzen den Opfern des Völkermords an Sinti und Roma gedacht. Zu dieser Gedenkveranstaltung laden Gelsenzentrum e.V. und die VVN/BdA Gelsenkirchen alle Bürgerinnen und Bürger ein.

Download Veranstaltungshinweis:
→ Erinnerung an die ermordeten Sinti und Roma