Gemeinderat stimmt Erinnerungstafel zu

Gedenken an Pater Hermann Joseph Vell

Herr Patek hat uns am 26. November 2009 mitgeteilt, das der Rat der Gemeinde St. Joseph der Aufstellung einer Erinnerungsorte-Tafel zum Gedenken an Pater Hermann Joseph Vell zugestimmt hat. Mit Datum vom 12. Dezember 2004 ist der Vorschlag an Herrn Oberbürgermeister Baranowski herangetragen worden, den Platz vor der Kirche St. Joseph in Schalke nach Pater Vell zu benennen (Hermann-Joseph-Vell-Platz). Wir werden uns dafür einsetzen, das diesem Vorschlag nachgegangen wird und streben die Realisierung der Namensgebung für den Platz vor der Kirche St. Joseph zu Gelsenkirchen-Schalke an.

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Anklage gegen mutmaßlichen NS-Verbrecher

Gegen einen ehemaligen SS-Unterscharführer aus Duisburg wird Anklage vor dem Landgericht Duisburg erhoben. Dem Mann wird vorgeworfen, im März 1945 an der Ermordung von insgesamt 58 ungarisch-jüdischen Zwangsarbeitern im österreichischen Burgenland beteiligt gewesen zu sein. Wann der Prozess beginnen kann, hängt auch vom Gesundheitszustand des 90-Jährigen ab.

Quelle: WDR, Studio Duisburg

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Ausstellung: Sonderzüge in den Tod

Ausstellung: Sonderzüge in den Tod –  Die Deportation mit der Deutschen Reichsbahn

Vom 20. November bis 6. Dezember 2009″Sonderzüge in den Tod“ – unter diesem Ausstellungstitel erinnert die Deutsche Bahn AG an das Schicksal von Deportierten, die während der NS-Zeit von der Deutschen Reichsbahn in Ghettos, Konzentrations- oder Vernichtungslager transportiert wurden. Ab Sonntag, 18. Mai ist die Präsentation im Hauptbahnhof Münster zu sehen.

Die Deutsche Reichsbahn war durch die Deportation zahlloser Menschen unmittelbar am Holocaust beteiligt. Ohne den Einsatz der Eisenbahn wäre der systematische Mord an den europäischen Juden, Sinti und Roma nicht möglich gewesen. Insgesamt wurden im Zweiten Weltkrieg etwa drei Millionen Menschen aus fast ganz Europa mit Zügen zu den nationalsozialistischen Vernichtungsstätten transportiert. Die Ausstellung »Sonderzüge in den Tod. Die Deportationen mit der Deutschen Reichsbahn« will an das unermessliche Leid erinnern, das diesen Menschen zugefügt wurde. Sie zeigt Einzelschicksale von Kindern, Frauen und Männern, die von ihren Heimatorten in den Tod transportiert wurden.

Überlebende schildern in Zeitzeugeninterviews die grauenvollen Zustände in den Zügen. Die fahrplanmäßige und betriebliche Durchführung dieser Transporte durch die Reichsbahn wird anhand von Dokumenten und Grafiken dargestellt. Die Wanderausstellung wurde in Kooperation mit dem Centrum Judaicum und dem Deutschen Technikmuseum in Berlin erarbeitet. Sie beruht auf der im Museum der Deutschen Bahn in Nürnberg gezeigten Dauerausstellung zur Geschichte der Reichsbahn im Nationalsozialismus. Die Fotos und Biografien der aus Frankreich deportierten jüdischen Kinder haben Serge und Beate Klarsfeld von der Organisation „Fils et Filles des Déportés Juifs de France“ recherchiert und zusammengestellt.

Deportationsausstellung

Eröffnung am Freitag, 20. November 2009, 17.00 Uhr

Grußwort: Gabriele Schäfer, Bürgermeisterin der Stadt Bochum
Deportationen aus Bochum: Dr. Ingrid Wölk, Leiterin des Stadtarchivs – Bochum Zentrum für Stadtgeschichte
Einführung in die Ausstellung: Dr. Susanne Kill, Deutsche Bahn AG

Veranstaltungsort: Stadtarchiv. Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte, Wittener Str. 47, 44789 Bochum, fon 0234-910-9501

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Gedenkfeier am 9. November 2009 in Gelsenkirchen-Horst

Videoimpressionen von der Gedenkfeier am 9. November 2009 in Gelsenkirchen-Horst

Gedenken an die Pogromnacht 9. November 1938: Braune Geister austreiben

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Volkstrauertag 2009

Ein Gedanke zum Volkstrauertag am Sonntag, den 15. November 2009:

Ein ehrendes Gedenken und Kranzniederlegung an den Kriegerdenkmalen der Bundesrepublik gebührt all jenen Soldaten,die sich durch Widerstand, Fahnenflucht, Kriegsdienstverweigerung, Wehrkraftzersetzung und Kriegsverrat dem Krieg entzogen haben.

Als „Deserteure“, „Wehrkraftzersetzer“, „Kriegsverräter“ und „Feiglinge“ wurden Soldaten verfolgt, die sich dem Kriegsdienst widersetzten oder flohen. Thematische Materialsammlung auf der Internetpräsenz des GELSENZENTRUM E.V.:

Soldaten und Zivilisten vor Gerichten der Wehrmacht

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Dokumentarfilm vorgestellt

DVD-Präsentation „Gelsenkirchen in den Jahren des Nationalsozialismus“ im Bildungszentrum

In dem Dokumentationsfilm (50 Min.) berichten Zeitzeuginnen und Zeitzeugen über Ihre Erlebnisse und Eindrücke. Sie berichten, wie Sie die Zeit des Nationalsozialismus in Gelsenkirchen erlebt haben. Dr. Priamus, Leiter des Instituts für Stadtgeschichte in Gelsenkirchen, begrüßte die anwesenden Zeitzeugen und Zeitzeuginnen, die mit Ihren lebensgeschichtlichen Erinnerungen zu dieser DVD beigetragen haben. Aus teilweise noch unveröffentlichtem Film- und Fotomaterial enstand so eine wichtige und informative zeitgeschichtliche Dokumentation der Gelsenkirchener Stadtgeschichte.

Zeitzeuginnen im Gespräch

Zeitzeuginnen im Gespräch

Bild: Heike Jordan, GELSENZENTRUM e.V.

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Shoa-Business

Gräuel zum Verkauf: Souvenirs aus dem Hause Höß

Eldad Beck, Deutschlandkorrespondent von Israels größter Tageszeitung, Jedioth achronoth, berichtet über eine unanständige Offerte besonderer Art. In Jad vaSchem war man auf jeden Fall entsetzt, als der Enkel eines Naziverbrechers versuchte, Souvenirs seines Großvaters zu verkaufen…

In den Büros von Yad Vashem traf vor Kurzem eine außergewöhnliche und auch empörende Anfrage ein: Der Enkel von Rudolf Höß, dem berüchtigten Kommandanten des Vernichtungslagers Auschwitz, bot dem Museum an, persönliche Gegenstände aus dem Nachlass seines Großvaters zu verkaufen.

In einem Schreiben an das Museum, mit dem Betreff: „Seltene Gegenstände, Auschwitz, Kommandant Höߓ, hieß es kurz und sachlich: „Es handelt sich um einige Gegenstände aus dem Nachlass von Rudolf Ferdinand Höß, dem Kommandanten von Auschwitz: eine feuerfeste Kiste mit offiziellen Symbolen- ein Geschenk von Himmler, Gewicht 50 kg; ein Brieföffner; Dias aus Auschwitz, die noch nicht öffentlich gezeigt wurden; Bilder aus der Gefangenschaft in Krakau. Ich wäre Ihnen für eine kurze Antwort dankbar. Gruß, Rainer Höß.“

Die Leitung von Yad Vashem reagierte mit Bestürzung auf das Angebot und lehnte es entschlossen ab. Die Museumsleitung war entsetzt darüber, dass der Verwandte eines Naziverbrechers Profit aus dem Holocaustgedenken schlagen will.

Die Museumleitung antwortete dem Enkel, er könne die Gegenstände dem Museum jedoch spenden. In einem Gespräch mit JED sagte Rainer Höß gestern, der Gedanke, die Gegenstände an Yad Vashem zu verkaufen, sei bei einem Gespräch aufgekommen, das er mit einem Freund, dem Enkel von Baldur von Schirach, dem Leiter der Hitler- Jugend, geführt habe.

„Diese Gegenstände befinden sich im Besitz der Familie“, sagte Höß in einem Telefongespräch. Es gab schon häufig Interessenten, die sie kaufen wollten, darunter der ‚Spiegel’ und der Axel Springer Verlag. Von Schirach schlug mir vor, sie an Yad Vashem zu verkaufen. Ich will nicht, dass sie in falsche Hände gelangen.“ Wir fragten ihn, ob er bereit wäre, die Gegenstände Yad Vashem zu spenden. „Das ist eine gute Frage. Ich kann das nicht allein entscheiden. Ich neige dazu, sie zu spenden, aber ich muss mich mit dem Rest der Familie beraten. Wir wollen, dass die Gegenstände in einem Geschichtsmuseum ausgestellt werden.“

Rainer Höß erzählt, er habe von den Taten seines Großvaters zum ersten Mal im Geschichtsunterricht erfahren, als er 12 Jahre alt war. „Ich war total schockiert… Ich wollte schon mehrmals nach Auschwitz fahren, aber wegen meines Familiennamens konnte ich mich keiner Gruppe anschließen. Aber ich war schon in anderen Lagern, z.B. in Dachau.“

Rudolf Ferdinand Höß wurde von Heinrich Himmler im Jahr 1934 in die Reihen der SS aufgenommen. Nach einer kurzen „Einarbeitung“ in Dachau wurde er 1940 nach Auschwitz entsandt, wo er für den Bau des Lagers verantwortlich war. Vier Jahre später war er persönlich für die Vernichtung von 430.000 ungarischen Juden innerhalb von 56 Tagen verantwortlich. Für diesen „Erfolg“ wurde er von Hitler mit einem hohen Orden ausgezeichnet. Nach dem Krieg gelang es Höß, sich eine Zeitlang unter falschem Namen zu verstecken, aber letzten Ende wurde er entdeckt und an Polen ausgeliefert, wo er zum Tode verurteilt wurde. Am 16. April 1947 wurde er in Auschwitz gehängt. „Ich habe eine sehr klare Haltung zum Holocaust“, sagt Rainer. „Ich bin weit von der Weltanschauung meines Großvaters entfernt, und seit der Scheidung meiner Eltern habe ich keinen Kontakt zu meinem Vater, dem Sohn Rudolfs“.

Quelle: www.hagalil.com

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Umstrittenes Mahnmal in Burgwedel

Kritik aus Israel an Mahnmal in Burgwedel

Jerusalem. Eine geplante Ehrung für im Krieg getötete SS-Leute aus Burgwedel bei Hannover sorgt für Kritik aus Israel. „Eine solche Ehrung verunglimpft die Opfer“, so der Leiter des Jerusalemer Simon-Wiesenthal-Zentrums, Efraim Zuroff. Die Stadt will am Volkstrauertag ein Mahnmal mit Namen von SS-Leuten und SS-Opfern einweihen. epd

Ratsinformationen zum Mahnmal auf der offiziellen Internetpräsenz der Stadt Burgwedel:  Beschlussvorlagen und Sitzungsprotokolle

Presseerklärungen der Deutsch Israelischen Gesellschaft, Arbeitsgemeinschaft Hannover: 

Großburgwedel ehrt SS-Männer (DIG-Presseerklärung vom 26.10.09)
3. Presseerklärung zur Großburgwedler Mahnmalkontroverse

Artikel zum Thema auf Indymedia:   Stadt Burgwedel ehrt SS-Männer

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NRW-Landtag arbeitet NS-Zeit auf

Düsseldorf. Landtagsvizepräsident Edgar Moron (SPD) will überprüfen lassen, ob frühere Politiker entgegen bisheriger Angaben mit einer Nazi-Vergangenheit belastet waren. Im Namen von CDU, SPD und FDP schlug Moron vor, einen Historiker mit Erarbeitung einer Biografie über alle seit 1946 im NRW-Landtag tätigen Abgeordneten zu beauftragen, „so wie es der Bundestag getan hat“. Im Zuge dieser Recherchen würden frühere Verstrickungen von Politikern in das Hitler-Regime mit erforscht. Über die Auftragsvergabe muss das Präsidium noch entscheiden. Ein Antrag der Linken auf Einrichtung einer eigenen historischen Kommission wurde abgelehnt.   WAZ   (cm)

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Offener Appell des Jüdischen Kulturvereins KINOR

KINOR: Offener Appell

Ein offener Appell des Jüdischen Kulturvereins KINOR an die Gelsenkirchener Institutionen und an die Öffentlichkeit aus Anlass des bevorstehenden Tag des Gedenkens an die Pogromnacht am 9. November 1938

 Download Appell KINOR e.V.

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