Theater-AG nimmt Fahrt auf

Freie Bühne Gelsenkirchen soll auch Begegnungsort werden

Theater-AG: Freie Bühne Gelsenkirchen

Mit der Gründung eines gemeinsamen Theaterprojektes gehen Hans Rüther und der Gemeinnützige Verein Gelsenzentrum jetzt neue Wege. Die Theater-AG „Freie Bühne Gelsenkirchen“ will sozialkritisches und kulturübergreifendes Theater machen. Neben den Theater-aufführungen bietet die Freie Bühne szenische Lesungen, Kleinkunst, Kaberett und Musik sowie Kinder- und Jugendtheater an. Die Vorbereitungen laufen bereits auf Hochtouren. Hans Rüther, der die künstlerische Leitung übernommen hat, sagt dazu: „Wir verstehen Theater nicht als Hochglanzprospekt, sondern agieren aus sozialkritischer Verantwortung. Wir wollen humanistisches Gedankengut übermitteln und so Zusammenarbeit und Mitgefühl fördern. Es soll den Anspruch des Theaters auf Vision, Utopie und Widerstand aufgreifen“. Derzeit gastiert die Freie Bühne in den Räumlichkeiten der Alternative e.V. an der Overwegstrasse 53.

Zum Auftakt wird das Theaterstück von James Still „Und dann kamen sie zu mir – Erinnerungen an die Welt der Anne Frank“ (Titel der englischsprachigen Originalfassung: „And then they came for me“), dass auf biografischen Material von Anne Franks Jugendfreund Ed Silverberg und ihrer Stiefschwester Eva Schloss aus den Jahren 1939-1945 basiert, aufgeführt.

„Wir haben uns zum Ziel gesetzt, dieses einfühlsame und erschütternde Drama als ein collagenartig aufgebautes Theaterstück, das mit Fotoeinblendungen, Wochenschaumaterial und Videotechnik inszeniert werden soll, und durch den besonderen Effekt, dass die Darsteller der „jungen Eva“ und des Ed Silverberg immer wieder in einen Dialog mit heutigen Aussagen von Eva Schloss und Ed Silverberg treten, den Blick auf das Thema „Erinnerungen und Weitergabe der Geschichte“ zu richten“, umreißt Hans Rüther die Zielsetzung. Ed Silverberg (Hello), der heute in den USA lebt, schreibt in einer Grußnote im September 2011: „Ich wünsche Ihnen viel Erfolg mit dem Theaterstück“. Die Freie Bühne sucht für das Drama „Und dann kamen sie zu mir…“ noch Laien und AmateurdarstellerInnen mit Lust am Theater. Info und Kontakt per Email unter freie-buehne@gelsenzentrum.de

„Wer Lust hat, sich einzubringen, mitzuarbeiten, auftreten möchte oder Interesse an den anderen Angeboten hat, ist herzlich willkommen. Wir wünschen uns, dass sich die Freie Bühne langfristig zum Treffpunkt der Kulturen entwickelt, zu einem Ort der Begegnung von Deutschen und MigrantInnen“ so Heike Jordan, Mitgründerin der Freien Bühne Gelsenkirchen.

Theater-AG des Gelsenzentrum e.V.: → Freie Bühne Gelsenkirchen

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Mahntafel erinnert in Gelsenkirchen bald an NS-Wirtschaftsverbrechen

Antrag der VVN/BdA NRW hatte Erfolg

Auf seiner gestrigen Sitzung beschloß der Kulturausschuß in Gelsenkirchen einstimmig die Errichtung von Mahntafeln.  Die VVN/BdA NRW hatte im Rahmen der Aktion Rallye und Spurensuche „Verbrechen der Wirtschaft 1933-1945“ im Mai den Antrag beim Rat der Stadt Gelsenkirchen gestellt, an adäquater Stellen  Mahntafeln zu errichten.

Der von der VVN/BdA NRW gestellte Antrag beim Rat der Stadt Gelsenkirchen:

1) An geeigneter Stelle wird in Gelsenkirchen eine Mahntafel angebracht mit einem Text, der darauf hinweist, dass in Gelsenkirchen der Großindustrielle Emil Kirdorf (1847-1938) wirkte. Er war Bergbau- und Hüttenunternehmer und hatte schon seit 1923 Kontakt zur NSDAP, wurde 1927 Mitglied dieser Partei und verschaffte Hitler viel Geld und beste Kontakte zu anderen Industriellen, die dann seinen Aufstieg und den Weg Deutschlands ins Verderben förderten. Er war einer der Hauptförderer der NSDAP.  Hitler nannte ihn seinen Lebensretter, weil Kirdorf auch privat Hitler finanzierte.

2) An geeigneter Stelle wird  Gelsenkirchen eine Mahntafel angebracht mit einem Text, der darauf hinweist, dass in Gelsenkirchen der Großindustrielle Fritz Thyssen (1873-1951) wirkte. Er war Leiter des Thyssen-Konzerns und der Vereinigten Stahlwerke. Er war ab 1923 finanzieller Förderer der NSDAP und öffnete ihr die Tür zur westdeutschen Schwerindustrie. Somit half er Hitler zum Aufstieg und bereitete Deutschland und Europa den Weg ins Verderben. Auch nachdem er 1939 ins Ausland ging und dann in deutsche Gefangenschaft geriet war er Profiteur an Krieg und Massensterben.

3) An geeigneter Stelle wird  Gelsenkirchen eine Mahntafel angebracht mit einem Text, der darauf hinweist, dass in Gelsenkirchen der Großindustrielle Hugo Stinnes (1897-1982) wirkte. Ab 1924 übernahm er von seinem Vater den Konzern, der u.a. den Alldeutschen Verband und andere Nazi-Vorläufer förderte. Er war Kriegsgewinnler. Mit dem Nazikriegsverbrecher und NS-Putschisten Werner Best unterhielt er vor und nach 1945 umfangreiche politische und geschäftliche Kontakte. Er förderte bis zu seinem Tode Alt- und Neonazis.

Begründung:

Mit Anträgen und Aktionen wie obigen setzt die VVN-BdA ihre Rallye „Verbrechen der Wirtschaft 1933-1945“ fort, in deren Rahmen mit örtlichen Mahnwachen, Publikationen und Bürgeranträgen zur Aufklärung über die Verbrechen der Wirtschaft 1933-1945 aufgefordert wird. Sie wurden von der VVN-BdA und anderen Antifaschistinnen und Antifaschisten u. a. veranstaltet in: Bielefeld (Oetker), Herten (Zwangsarbeit im Bergbau), Dortmund-Mitte (Ex-Springorum-Villa), Dortmund-Hörde (Zwangsarbeit in der Stahlindustrie), Essen (Krupp), Düsseldorf  (Industrieklub), Leverkusen (IG Farben), Köln (Hitler und Banker in Villa Schröder), Kreuztal (Flick) und Siegen (Zwangsarbeit in Südwestfalen).

VVN/BdA NRW: → „Spurensuche Verbrechen der Wirtschaft 1933-1945“

Gelsenzentrum e.V.: → Von dem, was Kirdorf wirklich für uns getan hat…

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Jeder Stolperstein ein Leben

Ein Name kehrt zurück – Friedrich Wessel

Stolperstein für Friederich Wessel, Bochum-Wattenscheid

Die dürren Angaben in den Akten der NS-Verfolgungsbehörden zeichnen dem ersten Anschein nach eine kriminellen Karriere auf, die aber in Wirklichkeit eine Opferkarriere war, denn Friederich Wessel wurde allein wegen seiner Homosexualität verfolgt und ermordet. Im KZ Buchenwald haben ihn die Nazis zur Nummer degradiert. Haben ihn gedemütigt, kahlgeschoren und entpersönlicht, in gestreifte Einheitskleidung gesteckt, mit einem Rosa Winkel als äußerlich sichtbares Zeichen seiner Homosexualität gekennzeichnet. Ständig war er der Willkür und der brutalen Folter seiner Bewacher ausgeliefert, ständig vom Tod bedroht. Als Nummer wurde er schließlich von den Nazis ermordet – in den NS-Akten wird daraus „auf der Flucht erschossen“. Heute gab Gunter Demnig dem in Ückendorf geborene Plakatmaler Friederich Wessel mit der Verlegung eines Stolpersteins an der Sedanstrasse 7 in Bochum-Wattenscheid seinen Namen zurück.

Dokumentation von Jürgen Wenke: → Ein Stolperstein für_FriedrichWessel

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Späte Ehre für Kurt Neuwald

Gemeindesaal wird nach Kurt Neuwald benannt

Jüdisches Gemeindezentrum mit Synagoge in Gelsenkirchen

Am 23. November 2011 wäre Kurt Neuwald 105 Jahre alt geworden. Jetzt wird ihm posthum „späte Ehre“ zuteil. Der Saal  im jüdischen Gemeindezentrum wird bald seinen Namen tragen. Bereits im Februar 2007 war das neue Gemeindezentrum mit Synagoge auf dem Platz der in der Pogromnacht 1938 niedergebrannten Synagoge eröffnet worden. Der Saal, der mehr als 200 Personen Platz bietet, wird seitdem für  kulturelle und andere Veranstaltungen der Gemeinde genutzt und soll auch Ort der Begegnung sein, davon kündet die Inschrift über den Eingangsportal: „Mein Haus ist ein Haus der Gebete für alle Völker“.

Kurt Neuwald, Überlebender des Holocaust, hatte nach 1945 mit massiver Unterstützung des von Leo Gompertz‘ gegründeten „Relief Committee for Jews in Gelsenkirchen“ (New York) mit zum Aufbau der jüdischen Nachkriegsgemeinde in Gelsenkirchen beigetragen. Die Eröffnung der neuen Synagoge erlebte Kurt Neuwald jedoch nicht mehr, sein Todestag  jährte sich in diesem Jahr  zum 10. Mal – der Gelsenkirchener Ehrenbürger starb am 6. Februar 2001.

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Putzaktion für die Stolpersteine

Am 28. Oktober 2011 werden Stolpersteine geputzt

Die Projektgruppe Stolpersteine Gelsenkirchen läd zur alljährlichen Putzaktion für die bisher in Gelsenkirchen verlegten 41 Stolpersteine ein. Für die Putzaktion 2011, die am 28. Oktober stattfindet, werden noch Helferinnen und Helfer  gesucht.

Anlass für die Putzaktion, die in diesem Jahr wieder am 28. Oktober stattfindet, ist das Gedenken und Erinnerung an die so genannte „Polenaktion“ am 27./28. Oktober 1938. In diesen Tagen wurden fast 18.000 jüdischen Bürger mit polnischer Staatsangehörigkeit verhaftetet und von Deutschland nach Polen ausgewiesen, darunter fast 80 Menschen aus Gelsenkirchen. Diese Diskriminierungsmaßnahme des NS-Regimes stellte einen ersten Höhepunkt der physischen Judenverfolgung dar und war der Auftakt zur geplanten Vernichtung der europäischen Juden.

Etwa eine Woche nach der Ausweisung seiner Eltern im Rahmen der „Polen-Aktion“ erschoß der 17jährige Herschel Feibel Grynszpan aus Verzweiflung darüber in Paris einen Mitarbeiter der deutschen Botschaft. Dieses Attentat nahmen die Nazis bekanntermaßen zum Anlaß, um die Pogrome (sogenannte „Reichskristallnacht“) in der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 gegen die jüdische Bevölkerung in Deutschland zu initiieren.

Beteiligung von Schulklassen

Die Putzaktion der Stolpersteine stellt eine pädogisch wertvolle Möglichkeit zur Auseinandersetzung mit der NS-Terrorherrschaft für Schulklassen dar. Beteiligte Schülerinnen und Schüler finden so bereits im Vorfeld über die Biografien und Leidenswege der ermordeten Menschen einen ganz direkten Zugang zur lokalen NS-Geschichte. Für die Putzaktion 2011 sind Helferinnen und Helfer herzlich willkommen! Interessierte wenden sich bitte bis zum 15. Oktober 2011 an die Projektgruppe Stolpersteine Gelsenkirchen unter Telefon: 0209-9994676 oder per Email an: Heike Jordan, Projektleiterin

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Gedenkzeremonie auf dem Horster Friedhof

Schwestern starben bei Bombenangriff

Mahnmal für jüdische Zwangsarbeiterinnen

Heute vor 67 Jahren, am 11. September 1944 starben bei einem Bombenangriff auf die Gelsenberg Benzin AG mehr als 150 weibliche KZ-Häftlinge, die dort Zwangsarbeit leisten mussten. Ihnen war als Jüdinnen der Zutritt zu Bunkern und Schutzräumen verboten.

Vertreter von Gelsenzentrum (Verein für regionale Kultur- und Zeitgeschichte Gelsenkirchen) legten heute am Mahnmal in Gedenken an die Zwangsarbeiterinnen Blumen nieder. Auf Wunsch von Eugen Black, der an diesem Jahrestag nicht persönlich anwesend seien konnte, wurde in seinem Namen für seine Schwestern Jolán and Paula Schwartz, zwei der namentlich bekannten Opfer des Bombenangriffs, eine Kerze entzündet und ein Blumengebinde niedergelegt.

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Wir machen Theater

Und dann kamen sie zu mir – Erinnerungen an die Welt der Anne Frank

Mit der Gründung eines gemeinsamen Theaterprojektes gehen Hans Rüther und der Gemeinnützige Verein Gelsenzentrum jetzt neue Wege. Zum Auftakt soll das Theaterstück von James Still „And then they came for me“, dass auf biografischen Material von Anne Franks Jugendfreund Ed Silverberg und ihrer Stiefschwester Eva Schloss aus den Jahren 1939-1945 basiert, aufgeführt werden. Titel der deutschen Fassung: „Und dann kamen sie zu mir – Erinnerungen an die Welt der Anne Frank“.

Am 14. September 2011 um 19:00 Uhr findet in der Alternative e.V. in Gelsenkirchen, Overwegstraße 53 ein erstes Sondierungsgespräch statt. Dazu sind alle Interessierten herzlichst eingeladen.

Theater: Und dann kamen sie zu mir - Erinnerungen an die Welt der Anne Frank
Grafik: Gelsenzentrum e.V.

Wir machen Theater: → Und dann kamen sie zu mir – Erinnerungen an die Welt der Anne Frank

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Höß-Enkel als Lügner entlarvt

Er hat sie alle getäuscht
Rainer Höß in Auschwitz: “Ich bin mit dem Holocaust aufgewachsen”.  Photo: Eldad Beck

„Das ist mein Reich“ – Mit diesen Worten betrat Rainer Höß bei seinem Besuch 2009 im KZ Auschwitz den Bereich des Lagergeländes, auf dem die Villa des Kommandanten von Auschwitz, Rudolf Höß, steht. Begleitet wurde er seinerzeit von dem israelischen Reporter Eldad Beck, aus dessen Familie zahlreiche Angehörige in der Shoa ermordet wurden.

Rainer Höß ist der Enkel von Rudolf Höß, dem Kommandant und Gründer des Vernichtungslagers Auschwitz. Höß war breits 2009 in die Schlagzeilen geraten, als er vergeblich versuchte, eine Kiste mit Fotos und Dokumenten aus dem Nachlass seines Großvaters an die Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem zu verkaufen.

Der Journalist Eldad Beck, Korrespondent der größten iraelischen Tageszeitung „Yediot Ahronot“ (Tel Aviv) hat jetzt in einem Artikel  seine Recherergebnisse über die Machenschaften des Höß-Enkels veröffentlicht. Der angebliche, selbsternannte Aktivist gegen „Rechts“ entpuppte sich als Lügner und Fantast, getrieben von seiner Geldgier. Auch in der Folgezeit nach seinem Auschwitz-Besuch versuchte Rainer Höß auf perfide Art und einem Gespinst aus Lügen Mensch zu täuschen und aus dem Leid von Millionen im Holocaust ermordeter Menschen Kapital zu schlagen. Damit ist es nun vorbei.

Der Stachel des Holocaust

Von Eldad Beck, Berlin

Es begann als unschuldige Online-Korrespondenz.

Eines Tages, vor etwa sechs Monaten bekam Rena Jacob aus Wertheim, einer Stadt im südlichen Deutschland, eine Freundschaftsanfrage auf Facebook, von einem Mann, den sie vorher nicht kannte. Frau Jacob, sie ist Anfang sechzig und in vielen Fragen im Zusammenhang mit NS-Vergangenheit hier in Deutschland engagiert. Sie nahm sich die Zeit, um die Anfrage des Rainer Höß, der Enkel von Rudolf Höß (Kommandant und Gründer des Vernichtungslager Auschwitz) zu überprüfen. „Ich sah erst nach, was er so veröffentlicht auf seiner Pinnwand, hier auf Facebook“, sagte Rena. „Dann schickte er mir eine Nachricht, die von seinen Aktivitäten gegen die extreme Rechte erzählte. Dies beeindruckte mich, allein schon wegen seiner familiären Vergangenheit und ich war neugierig, weil er so viel Engagement zeigte. Ich bestätigte seine Facebookanfrage und wir korrespondierten mehrere Monate, nicht intensiv, nur hin und wieder. „

Rena Jacob hat eine recht komplizierte Lebensgeschichte. Sie ist in Folge einer verbotenen Beziehung, innerhalb der eigenen Familie, geboren. Ihr Großvater, ein sehr engagiertes Mitglied der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands, war in der Zeit des Nationalsozialismus, politisch verfolgt, hatte verschiedene Konzentrationslager innerhalb von elf Jahren überlebt, er war auch ihr Vater. Dass dies unter den ‚Teppich’ gekehrt wurde, versteht sich von selbst. Nach dem Tod ihrer Mutter, die an Tuberkulose starb, wuchs Rena J. bei den Großeltern auf und sie erlitt jahrelangen sexuellen Missbrauch durch den Großvater bzw. Vater. Als ihr bewusst wurde, dass seine Handlungen Unrecht waren, bedrohte sie ihn mit einem Messer, so wagte er sich nicht mehr sich ihr zu nähern. „Ich war einmal ein Opfer und ich werde niemals wieder ein Opfer werden“, erklärt Rena. Aus diesem Grund und wegen ihrer Erfahrungen mit Rainer Höß ist sie fest entschlossen, den Enkel des Kommandanten von Auschwitz in seinem Handeln zu stoppen.

Rena Jacob lernte im Laufe der Jahre schreckliche Dinge nicht zu verstecken, sondern sie eher öffentlich zu machen. Das beinhaltet sowohl ihr Kindheitstrauma, als auch das dunkelste Kapitel der deutschen Geschichte. Dahingehend wurde sie durch ihre Großeltern erzogen. Denn für sie geht es nicht um Schuld, sondern um gesellschaftliche Verantwortung im Hier und Jetzt.

Als der Enkel des Kommandanten von Auschwitz mitbekam, dass Rena J. einen Blog starten wollte, der sich mit Werten der Gesellschaft und Kultur der Erinnerung befassen würde, überredete er sie zu einer gemeinsame Webseite, über die dritten Generation nach der Zeit des Zweiten Weltkriegs und des Holocaust. „Er sprach eindringlich und schien ihm wichtig zu sein, etwas zu bewirken. Er erzählte mir von seiner leidvollen Kindheit als ‚Enkel’ und seinem Engagement gegen ‚Rechts’ auch verwies auf alle möglichen Arten von Interviews, mit verschiedenen Medien auf der ganzen Welt und ‚seinem’ Film. Er stellte sich als VIP dar. Doch das beeindruckte mich weniger, weitaus mehr interessierte mich sein Engagement und auch seine Kontakte. Diese stellen sich später als Schall und Rauch dar.“

Die Gemeinsame Webseite ‚Wider des Vergessens’, musste laut Rainer H. am 1. Mai d. J., dem Vorabend des Holocaust Memorial Day, fertig gestellt werden, denn auf Kanal 2 des israelischen Fernsehens lief der Dokumentarfilm von Chanoch Zeevi ‚hitlers children’, mit dem Protagonisten Rainer Höß. Dieser Film, spielt für den Enkel des Auschwitzkommandanten, eine zentrale Rolle für seine Pläne für eine bessere Zukunft. Als Rainer Höß vor zwei Jahren Yad Vashem „persönliche“ Gegenstände seines Großvaters zu verkaufen versuchte, lag es auf der Hand, dass seine finanzielle Situation sehr schwierig war, denn nach Erkenntnissen von „Yediot Ahronot“, war er zuvor  im Gefängnis und musste hohe Geldstrafen wegen Urkundenfälschung, Betrug, Diebstahl, und körperlicher Gewalt bezahlen. Frühere Strafen, so scheint es, hatten (leider) keine abschreckende Wirkung auf Höß (46). Er  führte seine kriminellen Tätigkeiten wieder und wieder aus, doch diesmal unter Ausnutzung seines familiären Hintergrunds und die Erinnerung an den Holocaust, die er somit pervertierte.

Kurz nachdem die neuen Webseite ins Netz ging, teilte er seine Pläne Frau Jacob hinsichtlich der Einrichtung einer Stiftung mit. Höß lud Rena J., ihren Sohn David J. (41) sowie ihren Lebenspartner Norbert N. (57) zu sich nach hause ein. Er lebt bei seiner (geschiedenen) Frau in der Nähe von Calw in Baden-Württemberg, dort zeichnete er den Angereisten einen detaillierten Plan zur Errichtung eben dieser Stiftung auf. Unter anderem, so erklärte er ihnen, sollte die Stiftung Reisen für Schüler und Studenten in ehemalige Vernichtungslager finanzieren. Rena J., ihr Sohn und ihr Lebensgefährte wandten ein, dass es besser wäre dahingehend einen Verein zu gründen, denn für die Gründung einer Stiftung benötigt man doch ein relativ großes anfängliches Kapital. Zur Beruhigung der Bedenken der drei, verwies Höß auf Bankunterlagen, die ein Kapital von knapp 10.000.000 €  (Zehn Millionen) auswiesen, der sich auf den „Nachlass von Rudolf Höß“  bezog – also jene persönlichen Effekte, die er an Yad Vashem zu verkaufen versuchte. Rainer Höß fügte hinzu, dass es kein Problem für ihn sei, sogar 50.000.000 € von arabischen Bekannten für diese Stiftung erhalten.

Dies erschien Rena Jacob und ihren Begleitern doch etwas zu phantastisch und es regte sich der erste Verdacht, dass diese Angelegenheit wenig real ist. Doch der Kontoauszug, den Höß Rena Jacob zusandte und wie oben erwähnt ein Guthaben von 9, 75 Millionen Euro auswies, erschien erst einmal korrekt, denn es wurde eine namhafte Stuttgarter Notariatskanzlei, die das Vermögen treuhänderisch verwaltet, genannt. Bei Nachfrage in eben diesem Notariat wurde erklärt: „“Es gibt es kein solches Dokument in den Unterlagen unserer Kanzlei und wir haben auch keinen Klienten mit Namen Rainer Höß.“ Da der Notar eine Anzeige erstatten wollte, handelt es sich hier um ein schwebendes Verfahren über das an dieser Stelle nicht näher eingegangen werden kann, „Yediot Ahronot“ behält sich vor, darüber zu gegebener Zeit zu berichten.

„Mir schickte er das Dokument als Anhang an eine Mail, innerhalb von zwei Minuten“, sagt Rena. „Mit anderen Worten, wurde das Dokument im Voraus vorbereitet. Ich beschloss, mit der Beziehung zu brechen, bevor er mich um Geld bitten könnte, um die Stiftung angeblich zum Laufen zu bringen. Doch nicht das scheinbar vorsätzlich gefälschte Dokument bestärkte mich, die Verbindung abzubrechen, sondern die fortlaufenden Lügen seinerseits. Seit wir wissen, war dies Dokument gefälscht ist und es alles darauf hindeutet, dass der Mann in kriminelle Handlungen verwickelt war und scheinbar ist, sind wir froh die Angelegenheit so beendet zu haben. Doch letztendlich gaben seine Lügen den entscheidenden Ausschlag.“

Zur gleichen Zeit stellt sich heraus, dass Höß keinen Rechtsanspruch auf den Nachlass seines Großvaters hat, denn im Gegensatz zu seinen Behauptungen, steht fest, dass der gesamte Nachlass des Rudolf Höß, der Mutter von Rainer Höß, Irene, gesetzlich zusteht. Auch die Darstellung im Film „hitlers children“ ist irreführend, wenn er den Nachlass seines Großvaters dem ‚Instituts für Zeitgeschichte’ (IFZ München) überreicht, denn diese Täuschung wurde erst später entdeckt und von der wahren Erbin, der Mutter von Rainer Höß, korrigiert.

„Heute, ist das Konvolut frei zugänglich für Studenten und Historiker und das ist eine erfreuliche Entwicklung“, sagte ein Institutsmitarbeiter zu ‚Yedioth Ahronoth’. Wobei zu bemerken ist, dass einer der Archivmitarbeiter anscheinend engen Kontakt mit Rainer Höß hat.

Eine weitere Deutsche wurde von Höß durch ‚Facebook‘ am Holocaust-Gedenktag kontaktiert. Sie erinnert sich: „Anfangs klang er sehr sympathisch. Wir sprachen vor allem über seinen Großvater. Sehr überrascht war ich einerseits, von jemandem aus der Familie Höß zu hören, da mein Kenntnisstand dahingehend war, dass sich niemand aus dieser Familie öffentlich äußert. Dabei zeigt Herr Höß ein geringes Interesse am eigentlichen Holocaust. Andererseits zeigte er großes Interesse, sich an Vorträgen in Schulen zu beteiligen. Später begann er, über sein Privatleben zu sprechen. An einigen Stellen hatte ich das Gefühl, dass er sehr übertreibt. Er erfand mehrere solcher Geschichte wie: Der Präsident der Bundesrepublik Deutschland wird ihm das Bundesverdienstkreuz auf Empfehlung der jüdischen Gemeinde zu Berlin verleihen. Ferner erzählte er, dass er eingeladen wurde, Gruppen im ehemaligen Vernichtungslager Auschwitz führen, wobei ich wusste, dass die Gedenkstätte Auschwitz ausschließlich  professionell ausgebildete Mitarbeiter beschäftigt.“

Die Frau weiter: “Er kokettiert mit seinem familiären Hintergrund und erzählt unwahre Geschichten. Er behauptet, dass über ihn ein Buch geschrieben wird und der Verlag von einer Auflage von 25 Millionen Exemplare ausgeht.“ Des Weiteren stand er via Facebook mit einem amerikanischen Juden in Kontakt, dessen Eltern den Holocaust überlebten, diesen bat Höß ihn mit wohlhabenden Juden in den USA in Verbindung zu bringen. Als dahingehend nichts kam, beschimpfe er ihn,  einen Nachkomme von Überlebenden des Holocaust, mit antisemitischen Schimpfworten.

Die deutsche Journalistin, Gerda-Marie Schoenfeld, die seit vielen Jahren für das Magazin ‚Stern‘ schrieb und zusammen mit Rainer Höß ein Buch über seine Familie schreiben wollte, wobei sie kürzlich beschloss das Projekt aufzugeben, nachdem es ihr klar wurde, dass er ein zwanghafter Lügner ist. „Der Mann ist ein Narzisst, ein Mann, der sich selbst ein imaginäres Leben phantasiert und nur Lügen, Lügen und wiederum Lügen von sich gibt“, sagt Schoenfeld.Ergänzend fügt sie hinzu: „Aber nicht nur da liegt sein Problem, bei einem gemeinsamen Besuch in Israel, saßen wir in einem Restaurant am See Genezareth. Am Nebentisch saß ein älteres Ehepaar, die Deutsch sprachen, Überlebende des Nazi-Terrors,  der Ehemann floh aus Berlin vor dem Krieg, die Frau überlebte in Bergen-Belsen. Beide sprachen darüber, was sie durchgemacht haben. Doch anstatt zuzuhören, hörte Rainer Höß, der Enkel des Kommandanten von Auschwitz, nicht auf mit einer streunenden Katze, die unter dem Tisch war, zu spielen. Dieser Mann, der mir immer sagte, er wolle Überlebende treffen, war nicht im Geringsten daran interessiert diesen Menschen zu zuhören.“

Nachdem sich Marie Schönfeld etwas beruhigte, berichtete sie weiter: „Die Situation verschlimmerte sich später noch mehr. Wir besuchten auf Einladung eines Lehrers eine Schule, deren Schüler Rainer Höß im Rahmen der Filmaufnahmen für den Film „hitlers children“ in Auschwitz kennen gelernt hatten, anwesend waren auch  zwei Überlebende von Auschwitz, die über ihre Qualen im Lager erzählten. Rainer Höß behielt während der ganzen Zeit seinen Kaugummi kauend im Mund, währenddessen die beiden über die Folter, Hunger und Tod in Auschwitz sprachen. Die Verachtung, die in dieser Respektlosigkeit lag, hat mich nachhaltig erschüttert.“

Weiter erzählt Frau Schönfeld: “Währendunsere Bekanntschaft überraschte er mich jedes Mal wieder mit erstaunlichen Informationen, so erzählte er: Die jüdische Bevölkerung hegt den Wunsch, ihm Rainer Höß ihm den Friedenspreis des Landes Israel zu verleihen. Ferner berichtete er, dass Elie Wiesel ihn, den Enkel des Kommandanten von Auschwitz, in Auschwitz zu sehen und kennen zu lernen wünscht.

Auf die Spitze trieb er es, in dem er erzählte, dass die Villa von Rudolf Höß in Auschwitz ihm gehört; ja und er behauptete, er habe Dokumente, die dies bewiesen. Aber, fügte er hinzu, dass die polnische Familie, die heute dort lebt, auch weiterhin dort ihr zu hause haben darf. Rainer Höß baut mit den Namen der Familie eine schreckliche neuen ‚imaginäre’ Identität. Er präsentiert sich als ein Held, bekämpft Neo-Nazis und ist auf der ganzen Welt respektiert, eine krankhafte Fantasie.“

Seit kurzem begann Höß, anderen Menschen, die mit ihm in Verbindung sind, zu verbreiten, dass er in der Villa der Familie Höß in Auschwitz ein Museum aufbauen zu wollen, ein Museum über das ruhige, friedliche und extravagante Leben der Familie Höß in Sichtweite der Verbrennungsöfen …..Herr Höß kolportiert, dass die Leitung des Auschwitz-Museums von seiner Idee begeistert ist, auf Nachfrage teilte der Pressesprecher „Yediot Ahronot“ mit: „Ich weiß nichts über eine solche Idee. Wir haben andere Prioritäten und werden keine Villa kaufen, weder hier in Auschwitz noch sonst wo, auch werden wir kein anderweitiges Museum etablieren.“ ir wären froh nicht mehr über diesen Mann berichten zu müssen, doch leider zeigen seine Aktivitäten, dass er sich über die öffentliche Meinung hinwegsetzt.

Der Journalist Eldad Beck – akkredetiert in Berlin – der Zeitung  „Yediot Ahronot“ (Tel Aviv) hat den Artikel am Freitag, den 02. September 2011 veröffentlicht. (Deutsche Übersetzung von Rena Jacob)

Siehe auch: → sunday-news.wider-des-vergessens.de

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Ein fast vergessener Ort

Das KZ-Außenlager Buchenwald  in Gelsenkirchen-Horst

Nur wenigen Gelsenkirchenern und Gelsenkirchenerinnen ist bekannt, dass in Gelsenkirchen-Horst im so genannten „Dritten Reich“ ein Außenlager des Konzentrationslagers Buchenwald  existierte. Aus dem KZ Auschwitz im Sommer 1944  nach Gelsenkirchen verschleppt, sollten 2000 Jüdinnen auf dem Hydrierwerk der Gelsenberg Benzin AG Zwangsarbeit  verrichten. Untergebracht waren die weiblichen Häftlinge in einem eigens dafür errichteten Lager nördlich des Linnenbrinksweg auf dem Betriebsgelände des Werkes. In dem mit  Stacheldraht umzäunten und von Wachtürmen umgebenen Lager waren die Frauen unter unmenschlichen Bedingungen in Zelten untergebracht.

Bei einem Luftangriff auf das Hydrierwerk am 11. September 1944 waren die Frauen und Mädchen dem Bombenhagel schutzlos ausgesetzt – als Jüdinnen war ihnen der Zutritt zu Bunkern und Schutzräumen verboten. Etwa 250 von ihnen wurden bei dem Angriff getötet, ihre sterblichen Überreste mussten die anderen Häftlinge einsammeln, in drei Bombentrichtern wurden die Leichen und Körperteile gesammelt. Anschließend versuchte man, diese zu verbrennen, die Überreste wurden verscharrt. Die Schwerstverletzten wurden in umliegende Krankenhäuser gebracht, wo weitere der Frauen an den Verletzungsfolgen starben. Einige Tage nach dem Bombenangriff wurde das Außenlager Gelsenkirchen aufgelöst und auch die dort noch inhaftierten Frauen in das KZ Sömmerda transportiert, je nach Genesungsfortschritt wurden auch die übrigen Frauen in der Folgezeit aus den Krankenhäusern in das KZ-Außenlager Sömmerda verschleppt.  Die in den Augen der Gestapo nicht transportfähigen übrigen Frauen wurden an unbekannten Orten in  Gelsenkirchen erschossen und verscharrt.

1948 wurde unweit der Stelle, an der man seinerzeit die  Massengräber vermutete – südlich des Linnenbrinksweg – ein Mahnmal zur Erinnerung an die bei dem Bombenangriff getöteten Frauen errichtet. Das Mahnmal wurde in den frühen 1950er Jahren vor dem Hintergrund der Werkserweiterung von Gelsenberg an den Rand des Horster Südfriedhofes verlegt,  dabei sollen nach „Zeitzeugenberichten“ auch sterbliche Überreste der bei dem Bombenangriff getöteten Frauen umgebettet worden sein. Dagegen spricht unter anderem auch, dass  das  Friedhofsamt der Stadt Gelsenkirchen 1949 in einer Stellungnahme zwar angab, dass sich im Linnenbrink zwar „drei Sammelgräber“ der getöteten ungarischen Jüdinnen  befinden, die genauen Orte der Sammelgräber aber nicht mehr feststellbar“ sei. Es muss heute davon ausgegangen werden, dass seinerzeit – wenn überhaupt – nur ein geringer Teil  der sterblicher Überreste umgebettet worden ist. Sowohl der Standort des ehemaligen Außenlagers wie auch die Fläche mit den vermuteten Massengräbern befinden sich heute auf  dem Betriebsgelände der BP-Raffinerie und sind nicht öffentlich zugänglich.

Auf dem Horster Friedhof wurde am Standort des Mahnmals 2003 eine Tafel aufgestellt, auf der 140 der namentlich bekannten Opfer des Bombenangriffs verzeichnet sind. In der Erinnerungskultur Gelsenkirchens ist der Jahrestag des 11. September 1944 nicht verankert. Auch aus diesem Grunde ist es wichtig, das die Geschichte des KZ-Außenlagers in Gelsenkirchen nicht gänzlich vergessen wird – und damit auch die Geschichte der Frauen und Mädchen,  die dort nur deshalb starben, weil sie Jüdinnen waren.

Das KZ-Außenlager Buchenwald in Gelsenkirchen-Horst: → Hintergründe und Zeitzeugenberichte

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„Frieden ist mehr als nur die Abwesenheit von Krieg“

Antikriegstag 2011 in Gelsenkirchen

„… seit 5:45 wird jetzt zurückgeschossen…“ – mit dieser Lüge gab Hitler am 1. September 1939 im Rundfunk „den Beginn des so genannten Septemberfeldzuges“ bekannt. Tatsächlich aber entfachte Nazideutschland mit dem Überfall auf Polen den Zweiten Weltkrieg, der mehr als 55 Millionen Tote zur Folge hatte. Aus diesem Anlass fanden auch in diesem Jahr am 1. September bundesweit Gedenkfeiern und Aktionen statt.

In Gelsenkirchen waren weit mehr als 200 friedensbewegte Menschen am Internationalen Antikriegstag dem Aufruf eines breiten Personenbündnis aus dem linken Spektrum (DIE LINKE, MLPD und AUF, Netzwerk gegen Rassismus und Rechtextremismus Gelsenkirchen, DKP, VVN, Antifa und anderen) gefolgt und nahmen an den Veranstaltungen auf dem Preuteplatz teil. Mit Rede- und Kulturbeiträgen machte das Bündnis auf sein Anliegen aufmerksam: Abzug aller deutscher Soldaten aus dem Ausland, Senkung der Rüstungsausgaben und die Forderung nach einem Verbot aller neofaschistischen Organisationen und deren Propaganda.

Erinnerung an mehr als 100 Kriege seit 1945

Foto: Die seit 1945 weltweit geführten mehr als 100 Kriege und bewaffnete Auseinander-setzungen wurden von TeilnehmerInnen der LINKEN mit Holzkreuzen in mit Sand gefüllten Bechern symbolisch dargestellt.

Gemeinsam gingen die TeilnehmerInnen anschließend in einem Demonstrationszug zum Mahnmal im Stadtgarten. Dort fand eine Gedenkveranstaltung für die Opfer von Krieg und Faschismus statt. Dr. Rolf Heinrich, Pfarrer i.R., hielt dort eine bewegende Ansprache. Mit dem Niederlegen von Blumen fand die Veranstaltung ihren Abschluss.

→ Die Ansprache von Pfarrer Heinrich

→ DER ROTE EMSCHERBOTE:
Persönliche Eindrücke vom Antikriegstag

Friedensbewegter eröffnet Sammlung für Patenschaft

Aufruf zur Sammel-Patenschaft

Auf der Veranstaltung zum Antikriegstag in Gelsenkirchen eröffnete Andreas Löbert mit der ersten Spende eine Sammel-Patenschaft für einen Stolperstein. Beteiligt euch, so sind die 120 Euro für den Stolperstein schnell zusammen! Spendenkonto Stolpersteine Gelsenkirchen

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