Gelsenkirchen-Horst stellt sich quer

Protest, Widerstand und Solidarität gegen Rassismus

Am Freitag, den 26. März 2010 wird es die ersten Kundgebungen gegen das Anti-Islam-Wochende der rechtsextremen Pro NRW in Gelsenkirchen-Horst geben. Zwischen 11-13 Uhr wird der Verein Gelsenzentrum und AUF Gelsenkirchen eine Solidaritäts-Kundgebung gegen die rassistischen Pro NRW an der Fischerstrasse 154 im Gelsenkirchener Ortsteil Horst vor der dortigen Moschee abhalten. Wir stellen uns damit ganz klar auf die Seite unserer muslimischen Mitbürger. Wir wenden uns gegen jede Form von Rassismus!

NO NAZIS 2010 - Gegen die rassistische Hetze von Pro NRW in Gelsenkirchen und anderswo

Mit unseren Kundgebungen wollen wir ein Zeichen gegen die rassistisch motivierten Hetzparolen der Pro NRW setzen und zu den Kundgebungen gegen den so genannten Parteitag der Pro NRW am Samstag auf dem Josef-Büscher-Platz vor Schloss Horst mobilisieren. Auch auf dem Horster Marktplatz werden Gelsenzentrum und AUF am Samstag zusammen mit anderen Gruppierungen und Horster Bürgern gegen die rechte Brut demonstrieren.

Wir zeigen Solidarität, weil Religionsfreiheit ein Grundrecht ist. Wir zeigen mit unserem Protest, dass wir uns gegen die Diskriminierungsversuche und den Rassismus durch die selbsternannten „Rechtsdemokraten“ von Pro NRW stellen. Pro NRW-ler treten als Biedermänner auf und tarnen sich als „Bürgerbewegung“. Pro NRW ist der sprichwörtliche Wolf im Schafspelz, der öffentlich auf unerträgliche Art und Weise Anti-Islam-Hetze betreibt. Wir fordern die Gelsenkirchener Bevölkerung auf, sich  dem braunen Treiben der Pro NRW in einem breiten Schulterschluss friedlich und gewaltfrei entgegenzustellen!

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Glashalle von Schloss Horst in Gelsenkirchen beschmiert

Vandalismus im Vorfeld des Parteitages von Pro NRW

Unbekannte haben in der Nacht zum Mittwoch die Glashalle von Schloss Horst in Gelsenkirchen mit roter Farbe beschmiert. Die WAZ hat ein „Bekennerschreiben“ erhalten.

Vandalismus: Der Eingangsbereich der Glashalle von Schloss Horst ist großflächig mit roter Farbe beschmiert worden
Gelsenkirchens Oberbürgermeister Baranowski sieht sich den Schaden an

Der angerichtete Schaden ist immens:  Eingangsbereich und  weite Teile der Glashalle wurden großflächig mit roter Farbe beschmiert.  Ob das bei der WAZ eingegangene Bekennerschreiben  authentisch ist, steht noch offen. Aus dem Schreiben geht hervor, das es sich um eine Sabotage-Aktion gegen den für Samstag geplanten Parteitag der extrem rechten Pro NRW handelt. Das Bekennerschreiben soll mit „autonome Antifa“ unterzeichnet sein.

Wer verdächtige Beobachtungen gemacht hat, wird gebeten, sich bei der Polizei zu melden, Telefon 0209/365-2012.

Schloss Horst in Gelsenkirchen heute Mittag

Die Glashalle von Schloss Horst heute Mittag. Eingangsbereich und Rückseite sind mit roter Farbe beschmiert

Hoher Sachschaden am Schloss Horst

Der Sachschaden an der Glashalle von Schloss Horst in Gelsenkirchen geht in die Zehntausende

Bilder: Heike Jordan, Gelsenzentrum e.V.

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21. März – Tag gegen Rassismus

Rassisten sind eine Gefahr, nicht Muslime

Erklärung zum Internationalen Tag gegen Rassismus

Gruppierungen wie die NPD, pro Köln und pro NRW sind auf der Suche nach Mehrheiten zur Veränderung der demokratischen Gesellschaft. Dabei setzen sie auf Kampagnen gegen Minarette, Moscheen und gegen das Kopftuch.

Dreiundzwanzig prominente Persönlichkeiten aus Politik, Wissenschaft, Medien und Kultur haben daher eine gemeinsame Erklärung unterzeichnet. Sie weisen darauf hin, dass bei der Mobilisierung von Stimmungen gegen den Islam und die Muslime vielfach Rassisten und Rechtsextremisten am Werk sind. Und sie betonen: ‚Wir stellen uns populistischen und rassistischen Kampagnen entgegen, die auf dem Rücken von Muslimen die demokratische Ordnung unterwandern und Grundrechte beschneiden wollen.’

In der Erklärung wird u.a. gefordert, dass

die demokratischen Parteien rassistischen Kampagnen gegen Muslime aktiv entgegenwirken;

die Medien rassistischen Positionen gegen Muslime kein Forum bieten;

Bildungseinrichtungen sich mit Mobilisierungsstrategien von Rechtsextremisten auseinandersetzen;

zivilgesellschaftliche Organisationen Gesicht zeigen, wenn Rassisten versuchen, ihre Positionen zu verbreiten und salonfähig zu machen.

Die Erklärung „Rassisten sind eine Gefahr, nicht Muslime“ wird vom Interkulturellen Rat, PRO ASYL und dem Deutschen Gewerkschaftsbund anlässlich des Internationalen Tags gegen Rassismus am 21. März veröffentlicht.

gez.:

Torsten Jäger, Geschäftsführer Interkultureller Rat in Deutschland

Günter Burkhardt, Geschäftsführer PRO ASYL

Volker Roßocha, Leiter des Bereichs Migrations- und Antirassismuspolitik beim DGB-Bundesvorstand

Erklärung: „Rassisten sind eine Gefahr, nicht Muslime“

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Demokratie stärken – Rechtsextremismus bekämpfen

Schloss Horst in Gelsenkirchen präsentiert eine Ausstellung der Friedrich-Ebert-Stiftung

Im Mittelpunkt dieser Ausstellung steht ein Tisch. Der Tisch ist ein Ort der Kommunikation, um den sich Menschen versammeln. Familienmitglieder berichten einander ihren Tag, Konferenzen werden abgehalten, Argumente ausgetauscht. Er ist aber auch Studienort, auf dem die Zeitung ausgebreitet, Bücher aufgeschlagen und Dinge abgelegt werden. Dieser Tisch könnte überall stehen. Vielleicht war es ein solcher Tisch, an dem der 32jährige Punk Thomas Schulz mit Freunden zusammen saß, bevor er am Abend des 28. März 2005 in der Dortmunder U-Bahn-Station Kampstraße auf einem 17-Jährigen aus der rechten Dortmunder Szene  trifft . Nach einer verbalen Auseinandersetzung zieht der Neonazi ein Messer und sticht auf Thomas Schulz ein.  Thomas verstirbt noch am selben Abend im Krankenhaus.

Womöglich war es auch solch ein Tisch, an dem Rechtsextreme Morddrohungen gegen Frank Gockel, Träger des Aachener Friedenspreises, verfassten. Oder es ist ein Stammtisch in irgendeiner Kölner Kneipe, an dem fremdenfeindliche Parolen und Vorurteile ausgetauscht werden. Vielleicht sitzen an diesem Tisch aber auch Menschen, die diesen Parolen und Vorurteilen etwas entgegensetzen, oder Menschen, die in Projekten und Initiativen planen, wie man ein Zeichen gegen Rassismus und Gewalt und für Demokratie und Menschlichkeit setzen kann.

Die Friedrich-Ebert-Stiftung breitet nun auf ihrem Ausstellungstisch Informationsmaterialien zum Thema Rechtsextremismus aus, denn Informationen sind für ein Engagement gegen Rechtsextremismus genauso wichtig wie das Bewusstsein für das demokratische Fundament unserer Gesellschaft.Die Ausstellung gegen Rechtsextremismus ist vom 25. bis zum 29. März 2010 im Gelsenkirchener Schloss Horst zu sehen.

Oberbürgermeister Frank Baranowski und Franz Müntefering (MdB) werden die Ausstellung  eröffnen.

Wann: Donnerstag, 25. März 2010, um 18:30 Uhr im Schloss Horst,Turfstraße 21, 45899 Gelsenkirchen-Horst.

→ Begleit- und Informationsmaterial

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Protest gegen Pro NRW

Kundgebungen von Gelsenzentrum am 26. und 27. März 2010 gegen die „Pro NRW“ und ihre rassistischen Parolen in Gelsenkirchen

Wir wollen unseren Protest gegen die rassistischen Parolen und Aktivitäten der Pro NRW gewaltfrei und friedlich artikulieren, dazu gehört auch der Verzicht von Teilnahme an Blockadeaktionen. Wir rufen daher alle Teilnehmer und Teilnehmerinnen der Gegenkundgebungen von Gelsenzentrum auf, Ihren Protest gegen die Pro NRW frei von jeglicher Form der Gewalt kundzutun.

Jede Form von Gewalt spielt den Rechtsextremen nur in die Hände. Die Erfahrungen haben gezeigt, dass Pro NRW wie auch andere rechtsextreme Gruppierungen stets politisches Kapital daraus schlagen, wenn sie sich als „Opfer“ hochstilisieren und präsentieren können.

Lasst euch nicht von alten oder neuen Nazis als willfährige Helfer vor deren Karren spannen.

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Pressekonferenz der Pro-NRW ging unbeachtet zu Ende

Pro NRW gab Pressekonferenz in Schloss Horst

Weitestgehend unbeachtet von den Medien fand heute in Gelsenkirchen – genauer im repräsentativen Schloss Horst – eine Pressekonferenz der rechtspopulistischen Pro NRW statt. Man blieb unter sich, lediglich bei der Polizei fand die Zusammenkunft der braunen Brut Aufmerksamkeit, zeitweilig kreiste ein Polizeihubschrauber über dem Schloss. Wir waren zusammen mit Pressevertretern natürlich zufällig vor Ort.

Gelsenzentrum zeigte Flagge und empfing die kleine Schar brauner Buben beim Verlassen des Schlosses, was für deutliche Irritationen in den Gesichtern von Kevin „Garry“  Hauer und den anderen Teilnehmern der Pressekonferenz sorgte. Mit unserer Anwesenheit hatte dort wohl niemand gerechnet. Die auf der Pressekonferenz verkündeten hinreichend bekannten Übertreibungen und „Inhalte“ kann man auf den entsprechenden Webseiten der Pro NRW nachlesen. Interessant besonders für die Veranstalter der Gegenkundgebungen am letzten Märzwochenende.

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Ökölogisch bedenklich: 25.000 mal Altpapier

Pro NRW prahlt mit Auflage

Die Fraktion der selbsternannten Bürgerbewegung Pro NRW  im Rat der Stadt Gelsenkirchen verkündet heute euphorisch, nun habe man „auch“ eine eigene Fraktionszeitung herausgegeben. Zitat: „25.000 Exemplare  der ersten Ausgabe werden in den nächsten Wochen an alle Interessenten verschickt und im Stadtgebiet Gelsenkirchens verteilt.“ Das soll implizieren, das es tatsächlich „25.000 Interessierte“ für das Druckwerk in dieser Stadt gibt – was stark angezweifelt werden muss.  Die Auflagenhöhe alleine besagt dabei garnichts – wenn sie denn überhaupt den tatsächlichen drucktechnischen Gegebenheiten entspricht und nicht nur eine der Pro-typischen Selbstüberhöhungen ist.

 Inhaltlich hat die rechte Hauspostille erwartungsgemäß nichts zu bieten, was über die allseits bekannte rechtspopulistische Polemik hinausgeht. Kurz: Ein gelunges Beispiel dafür, wie sich die Pro NRW mit ihren rassistischen Parolen einmal mehr selber ad absurdum führt. Danke, brauchen wir nicht.

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Das Nazi-Bilderrätsel

Bilderrätsel – Finde den Unterschied

Zitat: „Ich möchte ungern auf die bei mir Brechreiz erzeugende Website der unerwünschten Pro xyz verlinken. Da werden die Bürger Gelsenkirchens dazu aufgerufen, die „Islamisierung“ Gelsenkirchens zu dokumentieren. Man möge bitte Gebetshäuser und Moscheen mit Straßenangabe fotografieren und zur Veröffentlichung auf ihrer Seite einschicken. Da werden mittlerweile schon Zeitungsständer mit türkischen Zeitungen abgelichtet und Klingelschilder mit türkischen Namen.“

Das Nazi-Bilderrätsel

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9. Mai 2010 – 65. Jahrestag des Sieges über den Faschismus

Der Tag des Sieges

Bild:9. Mai 2010 - 65. Jahrestag der Befreiung vom Hitlerfaschismus durch die Rote Armee

Der 9. Mai 1945 wird in den Ländern der ehemaligen Sowjetunion als „Tag des Sieges“ gefeiert, an dem die endgültige und bedingungslose Kapitulation der deutschen Wehrmacht besiegelt wurde. In Deutschland wird oft vergessen, wer die faschistischen Mörderarmeen niedergerungen hat und welche Opfer die Völker der ehemaligen Sowjetunion dafür bringen mussten. Der 9. Mai 1945 war der erste Tag des Friedens. Daran wollen wir erinnern. Gelsenzentrum e.V. wird auch in diesem Jahr anläßlich des 9. Mai an den Mahnmalen für russische Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter auf Gelsenkirchener Friedhöfen Blumen zum Gedenken an die Toten niederlegen. Wir wollen am 9. Mai 2010 wieder die in Gelsenkirchen lebenden jüdischen Kriegsveteranen der Roten Armee besuchen und Ihnen zum 65. Jahrestag des Sieges über den Hitlerfaschismus Gruß- und Dankesworte überbringen.

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Zahlreiche angekündigte Gegenkundgebungen zeigen Wirkung

Die Luft ist raus – angekündigte Mahnwachenserie der Pro NRW schrumpft weiter

Wie jetzt aus der Parteispitze von Pro NRW durchsickerte, werden die Rechten Hetzer statt wie vollmundig in Bussen wohl nur als ein kleines Fähnlein von Rassisten mit dem eigenen Pkw am 26. 3.2010 zu den angekündigten Kundgebungsorten vor Moscheen im Ruhrgebiet anreisen. Das ändert allerdings nichts an der Brisanz der rassistschen Parolen der Ewiggestrigen, die im propagieren von islamophoben Hetztiraden wahre Meister sind. Darüber hinaus erschöpft sich das Potential der braunen Buben aber dann auch recht schnell.

Unterschätzen darf man die Rechte Brut keinesfalls, der Rassismus von Pro NRW zielt bekanntlich nicht nur auf  Religionen, sondern richtet sich auch gegen Herkunft und Hautfarbe, Kultur,Weltanschauungen, sexuelle Identität, Geschlecht, Behinderung oder Alter, auch wenn es zur Zeit von den Rechtspopulisten nicht öffentlich herausgestellt wird.

Deshalb: Gemeinsam als Bündnis gegen Rechts gegen Rechtsextremismus und Rassismus hier in Gelsenkirchen wie anderswo! Kommt zahlreich zu den Kundgebungen gegen Rechtspopulisten und Rassisten am 26. 27. und 28. 3. 2010 in den Städten der Metropole Ruhr!

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