Euthanasie-Opfer aus Gelsenkirchen

Erinnern und Gedenken an die vergessenen Menschen aus Gelsenkirchen

Etwa 350 Menschen jeden Alters aus Gelsenkirchen wurden von den Nazis in den Tötungsanstalten der „Euthanasie-Aktion“ ermordet. Während die Erwachsenen überwiegend in den so genannten „Heil-und Pflegeanstalten“ Meseritz/Obrawalde, Bernburg, Weilmünster, Eichberg und Hadamar in den Gaskammern ermordet wurden, sind viele der ermordeten Kinder aus Gelsenkirchen im Rahmen der „Kinder-Euthanasie“ im St. Johannes-Stift im sauerländischen Niedermarsberg und in der Provinzialheilanstalt Dortmund-Aplerbeck in den so genannten „Kinderfachabteilungen“ meist mit überdosierten Medikamentengaben ermordet worden.

Menschen aus Gelsenkirchen, die der „NS-Euthanasie“ zum Opfer fielen: Gelsenzentrum – Den vergessenen Opfern aus Gelsenkirchen

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Straßenumbenennung ist lange überfällig

Das Fortwirken eines  NS-Täters als Namensgeber im öffentlichen Raum der Stadt Gelsenkirchen

Der Paul-Schossier-Weg in Gelsenkirchen-Buer ist nach einem NS-Täter benannt. Laut Auskunft des Vermessung und Katasteramtes Gelsenkirchen vom 8. Februar 2008 wurde durch Beschluss des Haupt- und Finanzausschusses in Gelsenkirchen nach dem Tod von Schossier im Juli 1964 am 3. Oktober 1966 die Benennung eines Weges/Straße in Buer-Nord in „Paul-Schossier-Weg“ beschlossen. Schossier galt schon seinerzeit (1966) als äußerst umstritten, war er doch von 1942 bis 1945 Dezernent der Rechts-, Polizei, – und Kulturverwaltung in Gelsenkirchen. In dieser Funktion war er u.a. mit der Umsetzung bzw. Weitergabe von Befehlen und Anordnungen des nationalsozialistischen Massenmordes betraut. Paul Schossier ist verantwortlich für die Deportation und Ermordung von über 400 Sinti und Roma aus Gelsenkirchen. Der gemeinnützige Verein Gelsenzentrum hatte bereits im November 2008 eine Umbenennung der Strasse beantragt.

Paul-Schossier-Weg im Norden von Gelsenkirchen

Auf unsere Bitte um Sachstandsmitteilung bezüglich des oben genannten Antrages an das Gelsenkirchener Institut für Stadtgeschichte in Sachen Paul Schossier erhielten wir im März 2009 folgende Antwort, Zitat: (…) Auf Ihre Frage nach den Ergebnissen der Recherchen zu Straßenbenennungen kann ich Ihnen mitteilen, dass die Recherchen abgeschlossen sind und derzeit verwaltungsintern ein Verfahrensvorschlag für die politischen Entscheidungsträger vorbereitet wird. Es ist also damit zu rechnen, dass zu der ganzen Angelegenheit in absehbarer Zeit natürlich auch die Öffentlichkeit informiert wird. (…)

Seitdem ist mehr als ein Jahr vergangen, die Öffentlichkeit wurde bislang nicht über die Rechercheergebnisse des Instituts für Stadtgeschichte informiert. Etwa 60 Namensgeber für Straßen in Gelsenkirchen wurden einer näheren Überprüfung unterzogen. Die Straße, deren Umbenennung wir beantragt haben, trägt noch immer den Namen des NS-Täters Paul Schossier. Eine fortwährende Verhöhnung der mehr als 400 Opfer unter den Sinti und Roma aus Gelsenkirchen, deren Deportation und Ermordung Paul Schossier mit zu verantworten hat.

Mehr zum Thema Paul Schossier auf der Internetpräsenz von GELSENZENTRUM e.V.:„Paul Schossier“

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Stolpersteine für Zeugen Jehovas

1933-1945 – Verfolgung und Ermordung von Zeugen Jehovas aus Gelsenkirchen

Zum Gedenken an eine weitere Gruppe von Opfern des Nationalsozialismus sollen bei der nächsten Verlegeaktion von Stolpersteinen auch vier Stolpersteine für Zeugen Jehovas in Gelsenkirchen verlegt werden. Die Religionsgemeinschaft der Zeugen Jehovas (bis 1931 unter dem Namen „Bibelforscher“ bekannt) verweigerte jede Zusammenarbeit mit dem NS-Staat, so auch den so genannten „Hitlergruß“ und die Wehrpflicht und wurde schließlich 1933 verboten. Mehr als 13.000 Zeugen Jehovas wurden von den Nazis in den Konzentrationslagern inhaftiert, annähernd 2.000 wurden ermordet.

Mit Unterstützung des Zentralarchivs der Zeugen Jehovas in Deutschland konnten jetzt vier NS-Verfolgungsschicksale von Mitgliedern der Religionsgemeinschaft mit Lebensmittelpunkt Gelsenkirchen dokumentiert werden. In Gelsenkirchen erinnerte bislang kein Denk- oder Mahnmal an die Verfolgung und Ermordung von Zeugen Jehovas aus unserer Stadt.

→ Verfolgung und Ermordung von Gelsenkirchener Zeugen Jehovas

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Gelsenkirchen: Kampagne NO NAZIS 2010

Blick nach Rechts

Nach dem „Aktionswochenende“ der rechtsextremen Pro NRW in verschiedenen Städten des Ruhrgebiets und dem so genannten „Parteitag“ am letzten Märzwochenende in Gelsenkirchen kündigt nun die NPD an, ihre „Schulhof-Offensive“ fortzusetzen.

Die selbsternannten „Nationaldemokraten“ von der NPD wollen ihr rechtsextremes Gedankengut in Form von Flugblättern oder Musik-CD’s auch an Gelsenkirchener Schulen verteilen. Damit die Aktionen der Rechten nicht auf fruchtbaren Boden fallen, ist Aufklärung und Information über die rechtsextreme NPD an den Schulen unserer Stadt dringend geboten – zeitnah.

Ihr wollt selber aktiv werden gegen Nazis?

Was wollt ihr tun? Es bietet sich zum Beispiel die Gründung von AG’s gegen Rechtsextremismus an eurer Schule an. Oder ihr startet gemeinsam eigene Projekte gegen Rechts, wie zum Beispiel Konzerte oder Aktionstage an eurer Schule.

Wir wollen im Rahmen der Kampagne NO NAZIS 2010, die ihren Schwerpunkt in Gelsenkirchen hat, interessierten Schülerinnen und Schülern – und auch Lehrern und Eltern – helfen, Projekte gegen Nazis zu starten. Wir geben Tipps zur Gründung von AG’s, liefern euch Beispiele für Projekte und vermitteln Kontakte. Auch bieten wir Hilfestellung für Aussteiger an. Wir bewerben und kündigen eure Veranstaltungen und Aktivitäten in unserem Netzwerk gegen Nazis an. Wir versenden einen Newsletter, der in loser Folge über Veranstaltungen und Aktionen gegen Rechtsextremismus und Rassismus in und um Gelsenkirchen informiert.

Aus der Vergangenheit lernen

Auch im Bereich der Erinnerungskultur und der Geschichtsarbeit (Gelsenkirchen im Nationalsozialismus) bieten wir unsere Hilfe und Unterstützung an, stellen themenbezogene Materialien und Handreichungen bereit. Im Internet unterhalten wir das Gedenkprojekt Gelsenzentrum, das sich mit der Geschichte Gelsenkirchens zwischen 1933-1945 beschäftigt. Das Projekt ist im Dezember 2009 vom Bündnis für Demokratie und Toleranz als Vorbildlich eingestuft und mit einem Preis ausgezeichnet worden.

Wir können Kontakte zu Zeitzeugen des Nationalsozialismus in Gelsenkirchen oder zu den wenigen noch lebenden Menschen aus Gelsenkirchen, die den Holocaust überlebt haben, herstellen. Wir verlegen in Gelsenkirchen die Stolpersteine gegen das Vergessen, ein Projekt des Kölner Künstlers Gunter Demnig. Sprecht uns an! Werdet aktiv und arbeitet mit gegen Rechtsextremismus und Rassismus in unserer Stadt.

Sprecht uns an! Email an das → Orgateam NO NAZIS 2010

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Gelsenkirchen: Stolpersteine warten auf Verlegung

 Der Stolperstein für Helene Lewek wartet auf seine Verlegung.

Auch der Stolperstein für Helene Lewek wartet auf seine Verlegung. Am 9. Februar 2010 konnte der Stolperstein für Helene Lewek am Verlegeort nur symbolisch niedergelegt werden.

Tiefbauamt Gelsenkirchen sah bisher keine Möglichkeit der Mithilfe

Nachdem aufgrund der anhaltenden Frostperiode am 9. Februar 2010 von 13 Stolpersteinen nur 4 der Mahnmale verlegt werden konnten, hat sich der Arbeitskreis Stolpersteine in Gelsenkirchen an Herrn Stappert (Abteilungsleiter Strassenbau) gewandt und Mithilfe durch das Tiefbauamt bei der Nachverlegung der verbliebenen 9 Stolpersteine erbeten. Es soll an sechs Verlegeorten das Pflaster der Gehwege aufgenommen werden, so dass die nur 10×10 cm großen Stolpersteine von Gelsenzentrum e.V. verlegt werden können. Das wurde bisher unter Hinweis auf finanzielle und personelle Engpässe vom Tiefbauamt Gelsenkirchen abgelehnt.

Daraufhin wurden von verschiedenen Stolperstein-Initiativen in ganz Deutschland Protestnoten an Oberbürgermeister Baranowski gesandt. Dieser stellte dann Anfang März in Aussicht, man wolle in der Sache „noch einmal schauen, ob es nicht doch einen Ansatz gibt, zu helfen.“ Eine daraufhin erneute Anfrage seitens der örtlichen Initiatoren des Stolperstein-Projekts in Gelsenkirchen an die zuständige Abteilung des Tiefbauamtes blieb bisher ohne Antwort.

In rund 95% aller Kommunen unterstützen die Tiefbauämter das Projekt des Kölner Künstlers Gunter Demnig, nicht so in Gelsenkirchen. In einer Stadt, die händeringend um Imagepflege bemüht ist, sieht man sich mit fadenscheinigen Begründungen außerstande, das größte dezentrale Holocaust-Mahnmal durch die Mithilfe des Tiefbauamtes zu unterstützen, obwohl Gelsenkirchen durch die bereits verlegten Stolpersteine ein Teil dieses Gedenkprojektes geworden ist.

Bei allem Verständnis für die angespannte Haushaltslage der Stadt Gelsenkirchen, wir reden hier von einem relativ geringen Arbeits- und Zeitaufwand. Die Verlegeorte sind an der Zollvereinstrasse, der Kurt-Schumacherstrasse, der Bochumer Strasse, an der Wildenbruchstrasse, dem Neustadtplatz und der Augustastrasse. Sie liegen somit in einem räumlich und zeitlich überschaubaren Bereich. Es sollte doch möglich sein, hier entsprechend Hilfestellung bei der Verlegung der Stolpersteine zu geben.

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Der Protest gegen Pro NRW in Gelsenkirchen

Gelsenkirchen: Gemeinsam gegen Rassismus

Friedlich und ohne Zwischenfälle verlief der Protest gegen die rassistische Pro NRW am diesem letzten Märzwochenende in Gelsenkirchen. Frühzeitig hatten sich in einem Bündnis gegen Rechts verschiedene Initiativen zusammen gefunden, die Ihren Protest gegen die Islamkritik und den Rassismus der extrem rechten Pro NRW in verschiedenen Aktionen am Freitag und Samstag zum Ausdruck brachten.

Gemeinsam gegen Rassismus

Bereits am Freitag wurden vor der Moschee an der Fischerstrasse und an der Horster Strasse vor der dortigen  Moschee Demonstrationen gegen Rechts abgehalten. An der Fischerstrasse wurden die Demonstranten und Demonstrantinnen am frühen Vormittag von den muslimischen Mitbürgern auf das herzlichste begrüßt und während der Solidaritätskundgebung mit heißem Tee und Kaffee versorgt. Man verspüre tiefe Dankbarkeit für diese Solidarität – das wurde den Teilnehmer und Teilnehmerinnen der Kundgebung von den Besuchern des Freitagsgebetes mehrfach versichert. Die Kundgebung in Horst wurde aus Respekt kurz vor Beginn  des Freitagsgebetes beendet.

Während am Freitag sich auf der Horster Strasse Demonstranten und eine kleine Gruppe der Rechtsextremen  durch die Polizei getrennt im strömenden Regen gegenüberstanden, fand in der Moschee an der Horster Strasse das Freitagsgebet  statt. Die ebenfalls teilnehmenden gewählten Volksvertreter, hier federführend Parteivorsitzender Sigmar Gabriel, scheuten sich nicht, den Wahlkampf in die Moschee zu tragen. Die Muslime zeigte sich über diese Respektlosigkeit empört.

OB Baranowski betonte in einem Interview mit dem WDR am Freitag, dass man den so genannten Parteitag der Rechtsextremen im Schloss Horst nicht verhindern könne: “Die Partei ist nicht verboten, so habe Pro NRW das Recht wie jede andere Partei im Schloss Horst zu tagen. Das sei dann der Preis, den man für die Demokratie zu zahlen habe” so Baranowski sinngemäß. Dabei ist der Preis der Demokratie auch anders zu entrichten: Man ändert die Satzung zur Nutzung des Schlosses und schließt alle Parteien gleichermaßen von der Nutzung des Schlosses für parteipolitische Veranstaltungen aus.

Demo am Samstag in Horst auf dem Josef-Büscher-Platz

Am Samstag fand die Hauptkundgebung gegen die rechtsextreme Pro NRW auf dem Josef-Büscher-Platz vor dem Schloss Horst statt. Die Kundgebung dort hatte den Charakter eines gemeinsamen Bürgerfestes. Erstaunlicherweise ließen aber sich weder der Oberbürgermeister noch andere Vertreter aus dem Stadtrat oder der Verwaltung oder Funktionsträger aus den christlichen oder der jüdischen Gemeinde auf dem Platz vor dem Schloss sehen, um gemeinsam mit den Bürgern und Bürgerinnen ein Zeichen gegen Rechts zu setzen.

Ein Zeichen gegen Rassismus und Rechtsextremismus

Am frühen Vormittag fand dann doch eine Sitzblockade statt, die Ihr Ziel zwar verfehlte, da keine Rechtsextremen in Sicht waren, nicht aber ihre Wirkung. So wurde lediglich der Individualverkehr blockiert, nicht aber anrückende Rechtsextreme. Pro NRW hatte in Erwartung des breiten zivilgesellschaftlichen Protests den Beginn ihres so genannten Parteitages bereits einige Tage zuvor auf  14:00 Uhr anberaumt.  Nach der angedrohten Räumung seitens der massiv vor Ort präsenten Einsatzkräfte der Polizei räumten die jugendlichen Blockierer kurz vor Ablauf der gesetzten Frist dann doch noch freiwillig die Fahrbahn.

Kurz vor Ankunft der Pro NRW und deren  Gäste, Vertreter weiterer rechtsextremer Parteien aus verschiedenen Ländern Europas,  fand ein Protestzug durch den Ortsteil Horst statt, an dem etwa 250 Menschen teilnahmen. Die Polizei zählte am Samstag  insgesamt rund 600 Teilnehmer und Teilnehmerinnen an den Protesten gegen die neuen Nazis.

Mein persönliches Fazit:

Die  gegen rechtsextreme und rassistische Umtriebe gerichtete gemeinsame Bündnisarbeit muss intensiviert werden und darf sich nicht nur gegen  „Nazi-Großereignisse“ richten. Die Auseinandersetzung mit den rassistischen Hetztiraden der  Pro NRW und anderer rechtsextremer Gruppierungen  muss zukünftig  dauerhafter und intensiver stattfinden. Mehr Information und Sensibilisierung der Bevölkerung gegen den alltäglichen Rechtsextremismus und Rassismus in seinen vielfältigen Erscheinungsformen ist dringend geboten. Zivilcourage darf in unser aller Bewusstsein kein Fremdwort sein.

Andreas Jordan

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Essen-Katernberg stellt sich quer

Haut ab, ihr Rassismus-Touristen!

Auch im benachbarten Essen wurde heute nachmittag gegen die Mahnwachenserie der rechtsextremen Pro NRW protestiert. Die Proler hatten ihr Erscheinen im Ortsteil Katernberg angekündigt. Verspätet kamen die braunen Spacken dort an: Man hatte sich verfahren.

Die so genannte Mahnwache vor der Fatih-Moschee an der Schalker Strasse wurde den Rassisten nicht gestattet, sie durfte ihre Kundgebung letzlich weit entfernt von der Moschee unter dem breiten Protest der Bevölkerung abhalten. Mit lauten „Haut ab“-Rufen wurden die neuen Nazis in „Katternberch“ -wie der Essener Ortsteil im Ruhrpott-Platt auch liebevoll genannt wird- empfangen. Gelsenzentrum e.V. nahm zusammen mit mehreren Hundert Menschen am Protest gegen die selbsternannten „Rechtsdemokraten“ in Essen teil.

 “Ihr habt nur Scheisse im Kopf” - Protest Jugendlicher gegen die Pro NRW in Essen-Katernberg

 

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NO NAZIS 2010 – gegen Rassismus und Rechtsextremismus

Solidaritäts- und Protestkundgebung  gegen die Hetze der Pro NRW in Gelsenkirchen-Horst

An der Fischerstrasse vor der DITIB-Moschee führte der Verein Gelsenzentrum gemeinsam mit AUF Gelsenkirchen am Freitag Vormittag eine symbolische Gegenkundgebung unter dem Motto „No Nazis 2010“ durch. „Unsere muslimischen Mitbürger waren sehr erfreut über unsere Solidaritätsaktion  und begrüßten uns herzlich.

Demonstration an der Fischerstrasse gegen die rassistische Pro NRW

Wir wurden mit heißem Tee und Kaffee versorgt“ freute sich eine der Teilnehmerinnen. Begleitet von Gitarrenklängen wurden gemeinsam Lieder in türkischer und deutscher Sprache gesungen, die sich mit Redebeiträgen von Teilnehmern und Teilnehmerinnen abwechselten.

Demonstration gegen Pro NRW an der Horster Moschee

Zeitgleich wurden die Anwohner im Einzugsbereich des Kundgebungsortes über die weiteren Aktivitäten gegen die Anti-Islam-Konferenz im Schloss Horst am morgigen Tag informiert. Gegen 12:30 haben die Veranstalter die Kundgebung für beendet erklärt, um das Freitagsgebet in der Moschee nicht zu stören.

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Die Rassisten

Auch wenn sie unerwünscht sind – sie kommen auch in ihre Stadt! Rechtsextremismus und Rassismus stoppen!

Am 26. und 27. März 2010 in Gelsenkirchen: Die Rassisten 

Pro-Film zeigt: Die Rassisten. Am 26. und 27. März 2010 in Gelsenkirchen

→ Filmplakat „Die Rassisten“ zum downloaden

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DUISBURG: Wettlauf der Demonstranten

Die Merkez-Moschee im Visier von Pro NRW

TV-Tip: WDR Cosmo TV Extra live am 28. März 2010. Möglicherweise wird auch ein Bericht über die Kundgebung an der Horster Strasse gezeigt. Eine entsprechende Anfrage des WDR/Cosmo TV hat Gelsenzentrum e.V. heute an den Sprecher des Bündnis gegen Rechts weitergeleitet.

Sonntag, 28. März 2010, 16.00 – 16.30 Uhr .

Samstag, 03. April 2010, 09.00 – 09.30 Uhr (Wdh.).

Minarettverbot in der Schweiz: das Ergebnis der Volksabstimmung bei den Eidgenossen im vergangenen November hat in der Alpenrepublik und auch international für heftige Diskussionen gesorgt – auch bei Pro NRW. Die Rechtspopulisten haben seitdem in ihren Schweizer Gesinnungsgenossen ein neues Vorbild gefunden: Die Plakate der Schweizer Volksabstimmung ließ Pro NRW umarbeiten, um auch selbst einen neuen Versuch zu starten: Wieder planen sie einen dreitägigen Anti-Islamisierungs–Kongress vom 26. bis zum 28. März, rechtzeitig vor den Landtagswahlen am 9. Mai 2010. Diesmal soll er im Ruhrgebiet statt finden, vor allem in Duisburg. Schon zuvor hatte die Pro Bewegung versucht, mit zwei groß angekündigten Veranstaltungen in Köln gegen Muslime mobil zu machen. Jedes Mal war die Zahl der Gegendemonstranten größer als die Teilnehmer der Pro Veranstaltung.

Abschluss der Veranstaltung am 28. März soll ein Sternmarsch der Rechtspopulisten ausgerechnet auf die Duisburger Merkez-Moschee sein, die Integrationsexperten als die Vorzeigemoschee Deutschlands gilt. Und auch diesmal formieren sich die Gegendemonstranten rund um die Moschee. Politiker aller Parteien reisen an und nutzen den Tag als Wahlkampfveranstaltung.

Darüber berichtet Cosmo TV extra am 28. März 2010 live mit folgenden Themen:

Demonstranten – Gegendemonstranten – Polizei: Wer schickt die meisten Menschen auf die Straße?

Pilgerzentrum Duisburg: Was zieht Pro NRW und Muslime in die Ruhrgebietsstadt?

Die deutschen Duisburger: Zielgruppe für Pro NRW?

Muslim in Duisburg: Glücklich zwischen Thyssen und Moschee?

Pro NRW: alles Lug und Trug?

Quelle Programmankündigung: → Cosmo TV

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