Mit dem MRB “Gelsenberg” in die Vergangenheit…

WAZ Gelsenkirchen-Buer schreibt am 16. September 2008, Zitat:

50 Jahre DLRG Buer – Mehr als nur Schwimmen

(…) Um das 50-jährige Wirken der DLRG-Gruppe in Buer zu würdigen, wird es am Samstag, 20. September, einen Festakt geben. Im Michaelshaus in Buer werden neben OB Frank Baranowski und Landesverkehrsminister Oliver Wittke bis zu 130 geladene Gäste erwartet. Von Anna Maria Priebe


Mehr dazu: www.derwesten.de/nachrichten/staedte/gelsenkirchen-buer.html

Anregung für eine Tombola: 1. Preis – Mit dem MRB „Gelsenberg“ in die Vergangenheit…

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Wider dem großen Vergessen

Bis in alle Zukunft Friedrich-Flick-Gymnasium in Kreuztal?

Worum geht es? Es geht um die Frage, ob ein Gymnasium den Namen einer Persönlichkeit tragen sollte, die nicht als Vorbild dient. Friedrich Flick, u.a. wegen seiner Verurteilung als Kriegsverbrecher in den Nürnberger-Prozessen, ist eine solche Person.

www.flick-ist-kein-vorbild.de Auf diesen Seiten soll der inzwischen mehr als 20-jährige Streit um den Namen eines Gymnasiums kurz dargestellt werden. Darüber hinaus soll klar werden, was Friedrich Flick für ein Mensch war und warum er nicht als Vorbild für eine Schule dient.

Flick und die Gelsenberg-Affäre auf → Flick ist kein Vorbild

Die „Taufe“ eines Rettungsbootes der DLRG-Ortsgruppe Gelsenkirchen auf den Namen „Gelsenberg“ (nach dem ehemaligen Rüstungskonzern Gelsenberg Benzin AG), siehe Artikel vom 21. und 22. August 2008 im GELSENBLOG und die Benennung des Gymnasiums in Kreuztal nach einem Kriegsverbrecher weist gewisse Parallelen auf, auch wenn die Namensgebung dort wesentlich weiter zurückliegt.

Auf die hier wiedergegebene Mail von Donnerstag, 21. August 2008, an den DLRG LV Westfalen, DLRG Bezirk Gelsenkirchen e.V., c/o Holger Chojecki, Im Rosenhag 16, 45886 Gelsenkirchen. Email: Holger.Chojecki@ge-rettet.de. Telefon: +49 (209) 1209853, ist bisher keine Reaktion erfolgt.

Sehr geehrter Herr Chojecki,

den nachfolgenden Artikel habe ich heute veröffentlicht. Weitere Informationen über das „Gelsenberglager“ – Außenlager des KZ Buchenwald finden Sie auf unserer Internetpräsenz : http://www.gelsenzentrum.de/gelsenkirchen_zwangsarbeit.htm

Einer Antwort sehe ich mit Interesse entgegen.

Freundliche Grüße, Andreas Jordan

Pietätlos: DLRG tauft Motorboot „Gelsenberg“

Die GELSENBERG BENZIN AG war ein „Kriegsmusterbetrieb“ (Rüstungsbetrieb), der für den Tod von mindestens 150 Menschen hier in Gelsenkirchen verantwortlich ist.

Das Gelsenberglager war ein Außenlager des KZ Buchenwald auf dem Gelände der Gelsenberg-Benzin AG in Gelsenkirchen-Horst. In diesem Außenlager waren im Sommer 1944 etwa 2.000 ungarische Jüdinnen untergebracht. Die Zwangsarbeiterinnen sollten auf dem Gelände der Gelsenberg Benzin AG unter anderem zur Enttrümmerung eingesetzt werden. Bei schweren Bombenangriffen auf das Hydrierwerk im September 1944 kamen etwa 150 von ihnen ums Leben, einige wenige der Mädchen und Frauen überlebten schwer verletzt in Gelsenkirchener Krankenhäusern.

Hier ist Aufklärung dringend angeraten. Die Verantwortlichen sollten ihre Namensgebung überdenken, eine öffentliche Stellungnahme der Verantwortlichen würde ich sehr begrüßen.

Internetauftritt der Deutsche-Lebens-Rettungs-Gesellschaft LV Westfalen – Bezirk Gelsenkirchen:

Volksbank-Chef Werner Cordes tauft MRB „Gelsenberg“

Auf dem Wasser, in der Mitte des Hafenbeckens sprach Volksbank-Vorstandssprecher Werner Cordes um 12.15 Uhr die entscheidenden Worte: „Ich taufe Dich auf den Namen Gelsenberg.“ Damit ist das neue Motorrettungsboot des DLRG-Bezirks Gelsenkirchen in den Dienst gestellt.

Von Bord des MRB Grimberg taufte Cordes das neue Boot auf einen Namen, der die Verbundenheit der DLRG zu ihrer Heimatstadt dokumentierten soll. (…)

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Prozess in München – Kriegsverbrecher vor Gericht

Heute beginnt In München der Prozess wegen 14-fachen Mordes gegen den 89-jährigen ehemaligen Kompanieführer Josef S. Er soll 1944 bei einem Massaker deutscher Soldaten an italienischen Zivilisten beteiligt gewesen sein.

Die Massaker deutscher Soldaten an italienischen Zivilisten 1944 werden erstmals ein Münchner Gericht beschäftigen. Nach Informationen der Süddeutschen Zeitung hat das Schwurgericht die Anklage der Staatsanwaltschaft gegen den ehemaligen Offizier Josef S. aus Ottobrunn wegen 14-fachen Mordes zugelassen. Der Prozess wird am 15. September beginnen. Nach SZ-Recherchen ist einer der Verteidiger Klaus Goebel. Er pflegt seit Jahren enge Kontakte zur „Stillen Hilfe“, einer als mildtätiger Verein getarnten Nazi-Organisation.

Der heute 89 Jahre alte Josef S. war 1944 Kompanieführer im Gebirgsjäger-Pionier-Bataillon 818, das in Mittelitalien den deutschen Rückzug sichern sollte. Im Juni 1944 reparierte die Einheit in dem kleinen Weiler Falzano bei Cortona (Toskana) eine von Partisanen gesprengte Brücke. Am 26. Juni geriet eine deutsche Streife bei dem Versuch, von Bauern ein Pferd zu requirieren, in einen Hinterhalt. Zwei Soldaten der von dem Angeklagten geführten 1. Kompanie wurden dabei getötet.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem ehemaligen Leutnant Josef S. vor, einen Vergeltungsschlag befohlen zu haben, bei dem insgesamt 14 italienische Zivilisten, überwiegend Bauern aus der Umgebung, getötet wurden. Zunächst erschossen Soldaten vier Zivilisten, darunter eine 74-jährige Frau und einen 21-jährigen Bauernsohn auf der Straße. Danach sperrte die Einheit elf zusammengetriebene Männer im Alter zwischen 16 und 66 Jahren in das Haus eines Bauern. Die anschließende Sprengung der „Casa Cannicci“ mit Dynamit überlebte nur einer.

Mehr zum Thema: www.sueddeutsche.de

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Wider dem Vergessen

Heute vor 64 Jahren, am 11. 9. 1944 starben bei alliierten Bombenangriffen mehr als 150 ungarische Jüdinnen, die im im Außenlager des KZ Buchenwald (Gelsenberg-Lager) auf den Betriebsgelände der Gelsenberg Benzin AG in Gelsenkirchen-Horst zur Zwangsarbeit eingesetzt waren.

Der Gelsenkirchener Ehrenbürger Kurt Neuwald, ein Überlebender des Holocaust, hat in einem Interview zu Lebzeiten folgendes berichtet:

„Das Lager Gelsenberg – Meine leider verstorbene Frau hat im Krieg bei Gelsenberg gearbeitet, sie kam ursprünglich aus Rumänien. Hitler hat den Teil von Rumänien in dem sie aufgewachsen ist, zu Ungarn geschlagen. Dann ist sie als ungarische Jüdin nach Auschwitz gekommen und von dort zum Arbeitseinsatz nach Gelsenkirchen zur Firma Gelsenberg deportiert worden. (…) Sie sollte hier aufräumen. Gelsenberg war zerstört worden von den Bomben der Engländer. (…) Weitere 500 Frauen kamen nach Krupp zum aufräumen.“

„Nun sagen manche in Gelsenkirchen, wir haben von alledem nichts gewußt, aber die Wahrheit ist: Sie wollten von all dem nichts wissen! Meine Frau hat mir erzählt, daß sie hier am Bahnhof in Häftlingskleidung ausgeladen wurden. Sie waren kahl geschoren und in Auschwitz hatte man ihnen eine Nummer in den Arm tätowiert. Der ganze Transport wurde dann zu Fuß über die Overwegstraße. Nach Gelsenberg geführt, mir kann keiner erzählen, daß die Gelsenkirchener Bevölkerung nicht diese 500 Frauen gesehen hat. Alle müssen es gewußt haben – denn der eine hat es dem anderen erzählt. Wer es selber nicht gesehen hat, der muß es doch von seinen Nachbarn oder Freunden gehört haben, daß da 500 kahl geschorene Frauen in gestreiften Anzügen durch die Stadt geführt wurden. Da muß sich doch jeder fragen, was sind das für Leute?“

„Sie haben also bei Gelsenberg gearbeitet. Beim Fliegeralarm durften sie aber nie in die Bunker, sie mußten draußen auf dem Feld bleiben. Die Flugzeugbesatzungen haben aber nicht erkannt wer dort stand und haben sie für herumlaufende Arbeiter gehalten. Sie wurden durch Maschinengewehrsalven verletzt. 25 von ihnen wurden in die Gelsenkirchener Krankenhäuser gebracht. Da gab es einen Chefarzt, der die 25 Frauen gerettet hat, indem er der Gestapo, die sie abholen wollte erklärt hat, daß sie noch nicht gesund seien. Alle anderen Frauen sind auf den Hungermärschen auf dem Weg nach Thüringen umgekommen. Nur diese 25, die der Chefarzt Dr. Bertram gerettet hat, haben überlebt. (…)“

VirtualVoices by GELSENZENTRUM: Gedenktafel →
Den Opfern vom Gelsenberg-Lager zum Gedenken

Anmerkung des Verfassers: Nach neueren Forschungsergebnissen muß die Zahl der auf Gelsenberg eingesetzten Zwangsarbeiterinnen, die man extra aus anderen Vernichtungslagern wie Auschwitz oder Buchenwald nach Gelsenberg deportiert hat, nach oben korrigiert werden, es waren nach heutigem Kenntnisstand rund 2000 Mädchen und Frauen aus Ungarn.

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KZ-Ausstellung online abrufbar

Weimar. Mit mehr als 300 historischen Fotografien aus dem Konzentrationslager Buchenwald ist seit Montag erstmals die Bildgeschichte eines nationalsozialistischen Lagers im Internetabrufbar. Die virtuelle Ausstellung „Schwarz auf Weiß“ orientiert sich an der gleichnamigen Präsentation, die 2007 zum 70. Jahrestag der Errichtung des KZ in Buchenwald gezeigt wurde. Ergänzend seien Filme, Kurzbiografien und Sachtexte abrufbar. Die Bilder stammen aus dem Buchenwald-Archiv.
Internet: Virtuelle Ausstellung „Schwarz auf Weiß“

Quelle: epd

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Streichung der “Rasse”

Umstrittener Begriff steht in zwei Gesetzen

Berlin. Das Deutsche Institut für Menschenrechte hat die Parlamente aufgerufen, den Begriff „Rasse“ aus Gesetzestexten zu tilgen. Dies betreffe eine Änderung des Grundgesetzes und des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes, teilte das Institut am Montag in Berlin mit. Im Grundgesetz taucht der Begriff in Artikel 3 (Gleichheit vor dem Gesetz) auf. Das Gleichbehandlungs-gesetz formuliert, dass niemand wegen seiner „Rasse“ diskriminiert werden darf.

Der Begriff „Rasse“ sei historisch extrem belastet, kritisierte das Institut. Menschen würden damit pauschal bestimmte Eigenschaften zugeschrieben. In einigen europäischen Ländern werde der Begriff in Gesetzestexten nicht mehr verwendet. „In Deutschland ist dieser Schritt längst überfällig.“ Das aus Bundesmitteln finanzierte Deutsche Institut für Menschenrechte wurde 2001 auf Empfehlung des Bundestages gegründet. Es soll über die Situation der Menschenrechte im In- und Ausland informieren.

Quelle: dpa

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Video-Archiv am Berliner Mahnmal

Berlin. Im Ort der Information des Holocaust-Mahnmals wird am Dienstag ein Videoarchiv mit Berichten von überlebenden Juden der NS-Zeit eröffnet. Das Archiv ermögliche Besuchern, den Erinnerungen von Überlebenden zuzuhören, teilte die Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas mit. Gezeigt werden Interviews von Überlebenden aus ganz Europa, aus Nord- und Südamerika sowie Asien und Australien.

Quelle: epd

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DLRG tauft Boot “Gelsenberg”

Internetauftritt der Deutsche-Lebens-Rettungs-Gesellschaft LV Westfalen – Bezirk Gelsenkirchen, Zitat:
„Volksbank-Chef Werner Cordes tauft MRB „Gelsenberg“
Auf dem Wasser, in der Mitte des Hafenbeckens sprach Volksbank-Vorstandssprecher Werner Cordes um 12.15 Uhr die entscheidenden Worte: „Ich taufe Dich auf den Namen Gelsenberg.“ Damit ist das neue Motorrettungsboot des DLRG-Bezirks Gelsenkirchen in den Dienst gestellt. Von Bord des MRB Grimberg taufte Cordes das neue Boot auf einen Namen, der die Verbundenheit der DLRG zu ihrer Heimatstadt dokumentierten soll.“ (…)

Das Gelsenberglager, ein Außenlager des KZ Buchenwald befand sich auf dem Betriebsgelände der Gelsenberg Benzin AG. Dort fanden mindestens 150 ungarischen Jüdinnen, die dort „zur Vernichtung durch Arbeit“ eingesetzt waren, durch Luftangriffe den Tod. Der Gelsenkirchener Ehrenbürger Kurt Neuwald, ein Überlebender des Holocaust, hat in einem Interview zu Lebzeiten folgendes berichtet:

„Das Lager Gelsenberg – Meine leider verstorbene Frau hat im Krieg bei Gelsenberg gearbeitet, sie kam ursprünglich aus Rumänien. Hitler hat den Teil von Rumänien in dem sie aufgewachsen ist, zu Ungarn geschlagen. Dann ist sie als ungarische Jüdin nach Auschwitz gekommen und von dort zum Arbeitseinsatz nach Gelsenkirchen zur Firma Gelsenberg deportiert worden. (…) Sie sollte hier aufräumen. Gelsenberg war zerstört worden von den Bomben der Engländer. (…) Weitere 500 Frauen kamen nach Krupp zum aufräumen.“

„Nun sagen manche in Gelsenkirchen, wir haben von alledem nichts gewußt, aber die Wahrheit ist: Sie wollten von all dem nichts wissen! Meine Frau hat mir erzählt, daß sie hier am Bahnhof in Häftlingskleidung ausgeladen wurden. Sie waren kahl geschoren und in Auschwitz hatte man ihnen eine Nummer in den Arm tätowiert. Der ganze Transport wurde dann zu Fuß über die Overwegstraße. Nach Gelsenberg geführt, mir kann keiner erzählen, daß die Gelsenkirchener Bevölkerung nicht diese 500 Frauen gesehen hat. Alle müssen es gewußt haben – denn der eine hat es dem anderen erzählt. Wer es selber nicht gesehen hat, der muß es doch von seinen Nachbarn oder Freunden gehört haben, daß da 500 kahl geschorene Frauen in gestreiften Anzügen durch die Stadt geführt wurden. Da muß sich doch jeder fragen, was sind das für Leute?“

„Sie haben also bei Gelsenberg gearbeitet. Beim Fliegeralarm durften sie aber nie in die Bunker, sie mußten draußen auf dem Feld bleiben. Die Flugzeugbesatzungen haben aber nicht erkannt wer dort stand und haben sie für herumlaufende Arbeiter gehalten. Sie wurden durch Maschinengewehrsalven verletzt. 25 von ihnen wurden in die Gelsenkirchener Krankenhäuser gebracht. Da gab es einen Chefarzt, der die 25 Frauen gerettet hat, indem er der Gestapo, die sie abholen wollte erklärt hat, daß sie noch nicht gesund seien. Alle anderen Frauen sind auf den Hungermärschen auf dem Weg nach Thüringen umgekommen. Nur diese 25, die der Chefarzt Dr. Bertram gerettet hat, haben überlebt. (…)“
Anmerkung des Verfassers: Nach neueren Forschungsergebnissen muß die Zahl der auf Gelsenberg eingesetzten Zwangsarbeiterinnen, die man extra aus anderen Vernichtungslagern wie Auschwitz oder Buchenwald nach Gelsenberg deportiert hat, nach oben korrigiert werden, es waren nach heutigem Kenntnisstand rund 2000 Mädchen und Frauen aus Ungarn.

Virtuelle Gedenktafel →
Den Opfern vom Gelsenberg-Lager zum Gedenken

Die Ereignisse, die Kurt Neuwald schildert, ereigneten sich im August/September 1944, die unrühmliche, beschämende Bootstaufe fand am 12. August 2006 statt – rund 62 Jahre später. Beide Ereignisse verbindet vor allem eine Tatsache: Es geschah in Gelsenkirchen.

Die DLRG hat vor einiger Zeit ein Motorrettungsboot auf den Namen „Gelsenberg getauft“ – → Forum Gelsenkirchener Geschichten

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Pietätlos: DLRG tauft Motorboot “Gelsenberg”

Die GELSENBERG BENZIN AG war ein „Kriegsmusterbetrieb“ (Rüstungsbetrieb), der für den Tod von mindestens 150 Menschen hier in Gelsenkirchen verantwortlich ist.

Das Gelsenberglager war ein Außenlager des KZ Buchenwald auf dem Gelände der Gelsenberg-Benzin AG in Gelsenkirchen-Horst. In diesem Außenlager waren im Sommer 1944 etwa 2.000 ungarische Jüdinnen untergebracht. Die Zwangsarbeiterinnen sollten auf dem Gelände der Gelsenberg Benzin AG unter anderem zur Enttrümmerung eingesetzt werden. Bei schweren Bombenangriffen auf das Hydrierwerk im September 1944 kamen etwa 150 von ihnen ums Leben, einige wenige der Mädchen und Frauen überlebten schwer verletzt in Gelsenkirchener Krankenhäusern.

Hier ist Aufklärung dringend angeraten. Die Verantwortlichen sollten ihre Namensgebung überdenken, eine öffentliche Stellungnahme der Verantwortlichen würde ich persönlich sehr begrüßen.

Internetauftritt der Deutsche-Lebens-Rettungs-Gesellschaft LV Westfalen – Bezirk Gelsenkirchen:

Volksbank-Chef Werner Cordes tauft MRB „Gelsenberg“

Auf dem Wasser, in der Mitte des Hafenbeckens sprach Volksbank-Vorstandssprecher Werner Cordes um 12.15 Uhr die entscheidenden Worte: „Ich taufe Dich auf den Namen Gelsenberg.“ Damit ist das neue Motorrettungsboot des DLRG-Bezirks Gelsenkirchen in den Dienst gestellt.

Von Bord des MRB Grimberg taufte Cordes das neue Boot auf einen Namen, der die Verbundenheit der DLRG zu ihrer Heimatstadt dokumentierten soll.

Die „Gelsenberg“ ist gerade im Hinblick auf den Aufbau und die Integration eines Katastrophenschutz-Wasserrettungstrupps eine notwendige und sinnvolle Ergänzung des Wasserrettungsdienstes der DLRG in Gelsenkirchen. Durch das neue Boot kann das MRB Tausendfeuer, das mit Baujahr 1962 älteste MRB der DLRG-Kanalflotte, aus dem Regelwachbetrieb genommen werden.

Möglich wurde die Anschaffung des Boote nur durch Spendengelder, wobei den größten Anteil die Volksbank Gelsenkirchen-Buer zur Verfügung stellte. „Wir bedanken uns für dieses Engagement“, sagte Bezirksleiter Holger Chokjecki in seiner kurzen Begrüßungsansprache, in der er noch einmal die Bedeutung und Notwendigkeit des neuen MRB unterstrich. Bei der „Gelsenberg“ handelt es sich um eine Trave 470 mit 50 PS (Grimbergklasse), die erst vier Betriebsstunden im Rahmen der Europameisterschaft im Einsatz war. Im Anschluss an die Bootstaufe unternahm Cordes zusammen mit Bootsführer Georg Jansen, der sich für die Anschaffung des MRB verdient gemacht hatte, die Jungfernfahrt, einen Streifzug durch das Wachgebiet. Zunächst an Land war vor der Taufe der Gelsenberg noch ein gebrauchtes Schlauchboot, das die Flotte ergänzen soll, auf den Namen „Mulvany“ getauft worden.

Mehr über das Außenlager des KZ Buchenwald in Gelsenkirchen-Horst:
→ Das Gelsenberg-Lager

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Mord auf Befehl – Die deutsche Polizei im besetzten Polen

Mord auf Befehl – Die deutsche Polizei im besetzten Polen des Zweiten Weltkriegs. Eine kriminologische Betrachtung. Vortrag von Daniel Zerbien, Dorsten, mit anschließender Diskussion

Der Vortrag beschäftigt sich mit den Taten der deutschen Ordnungspolizei, die in Polen während des Zweiten Weltkriegs die Ideologie der Nationalsozialisten im eigenen Verantwortungsbereich umgesetzt hat. War es Befehlsnotstand oder Lust am Töten? Welche kriminologischen Thesen untermauern gängige Erklärungen der Tatmotive?

Mittwoch, 27. August 2008, 19.30 Uhr

Veranstaltungsort:
Dokumentationsstätte
„Gelsenkirchen im Nationalsozialismus“
Cranger Straße 323, 45891 Gelsenkirchen

GELSENZENTRUM: Die Polizeibataillone 65 und 316 und der Mord an den Juden während des zweiten Weltkrieges

Die Täter

Während des zweiten Weltkrieges gehörten hunderte von Männern aus Gelsenkirchen und benachbarten Städten den Polizeibataillonen 65 und 316 an. Heimatstandort dieser mobilen, jeweils 550 Mann starken Verbände der Ordnungspolizei war das Polizeipräsidium Recklinghausen, zu dem seit 1928 das Polizeiamt Gelsenkirchen gehörte.

→ Polizeibataillon 65 – Taten und Tatorte

→ Die Polizeibatallione 65 und 316

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